01:24 23 Januar 2017
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    Khatami: Iran hat ein Recht auf den vollständigen nuklearen Zyklus

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    TEHERAN, 25. Juli (RIA Nowosti). Irans Präsident Mohammad Khatami hat erklärt, die Islamische Republik wolle nicht auf ihr Recht auf die Herstellung eines vollständigen nuklearen Zyklus im Lande verzichten.

    Wie RIA Nowosti am Montag im Pressedienst der Präsidentenadministration erfuhr, erklärte Khatami, Iran werde niemals "auf das legitime Recht der Nation auf die Nutzung der friedlichen Atomtechnologien und auf die Herstellung eines vollständigen nuklearen Zyklus im Lande verzichten". "Der freiwillige und vorübergehende Stopp bei der Arbeit auf dem Gebiet der Urananreicherung wird nicht ewig sein", betonte er.

    Nach seinen Worten habe Iran mehrmals seine guten Absichten gezeigt, die Tätigkeit im Nuklearzentrum Isfahan, die zum Zyklus der Urananreicherungsarbeit gehört, vorübergehend ausgesetzt und später auf EU-Bitte die Annahme eines Beschlusses über die Wiederaufnahme der Urananreicherung verschoben. "So kann es weiter nicht gehen", erklärte der iranische Präsident.

    Er bekundete Irans Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der IAEA und der europäischen Troika (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und erklärte: "Wir werden das Zusammenwirken mit der IAEA und den Europäern fortsetzen und sind sicher, dass es einfache und logische Wege zur Lösung des Problems gibt, sollte der Druck seitens der USA nicht entscheidend sein."

    Entsprechend den zuvor erzielten Vereinbarungen soll die EU bis Ende Juli dieses Jahres einen Entwurf von Vorschlägen zur Lösung des Problems des iranischen "Nukleardossiers" vorlegen. Iran besteht seinerseits darauf, dass die Vorschläge der Europäer eine Wiederaufnahme der Arbeit auf dem Gebiet der Urananreicherung vorsehen würden. Widrigenfalls droht Teheran mit einem Austritt aus dem Moratorium und mit einer selbständigen Fortsetzung der Arbeit am vollständigen nuklearen Zyklus.