13:35 17 Oktober 2017
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    "Iswestija": Motive islamischer Terroristen müssen begriffen werden

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    MOSKAU, 25. Juli (RIA Nowosti). Der islamische Terrorismus ist eine Krankheit des schweren Erwachsenwerdens der moslemischen Gesellschaften. Diese Meinung vertritt Dmitri Furman, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Europainstituts, am Montag in der "Iswestija".

    Mit jeder neuen Untat der islamischen Terroristen wächst die Gefahr, dass die islamische Welt als etwas Fremdes aufgenommen wird, führt der Experte weiter aus. Dies ist aber absolut falsch. Die islamischen Terroristen sind auch Menschen, ihre Motivation enthält nichts, was es bei den Vertretern anderer Religionen nicht geben würde.

    Die islamischen Radikalen wurden durch das Eindringen der westlichen Zivilisation und die Zerstörung der traditionellen Lebensweise in Grauen versetzt, so Furman. Die Zukunftsangst wird durch Neid und Minderwertigkeitsgefühle erschwert.

    In der heutigen Realitat hat die islamische Welt keine großen Erfolge erzielt, heißt es im Beitrag. Ihre Reichtumer sind hauptsächlich die "vom Himmel gefallenen" Einkommen aus dem Olverkauf. Die Demokratie stößt in den islamischen Ländern auf riesige Schwierigkeiten, in den meisten herrschen autoritare Regimes.

    Der vom Neid nicht zu trennende Hass der islamischen Terroristen gegen den Westen ist vom Prinzip her das gleiche Gefühl, das im russischen Antiamerikanismus zu finden ist, der von Zeit zu Zeit Formen "asthenischer" Hysterieanfälle annimmt. Als in Moskau während der im Zusammenhang mit Jugoslawien entstandenen Hysterie aus einem Granatwerfer auf die USA-Botschaft geschossen wurde, war das eine karikierte Variante der Handlungen der islamischen Terroristen, schreibt der Experte.

    Der Terrorismus ist bei den Islamisten eine eigene Form der Bekundung und ein hoher Grad der Intensität der Gefuhle, die bei Volkern entstehen, die ihre "Minderwertigkeit" in der heutigen Welt, den Neid gegenüber den Erfolgreichen, die Schmerz und Wut spüren. Sie konnen nicht endgültig verschwinden: Den Fortschritt, der das Wertvolle und Alte vernichtet, wird es immer geben, und immer wird es jemanden geben, der abseits steht und die Erfolgreichen beneidet.

    Die gedeihenden Gesellschaften haben solche Krankheiten hinter sich. Jetzt sind die japanischen Kamikaze, Maos "Rote Garden", selbst die deutschen Faschisten leicht in Vergessenheit geraten. Auch die islamischen Terroristen werden der Vergangenheit angehören. Damit es eher geschieht, muss man ihre Motive begreifen, heißt es im Beitrag abschließend.

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