19:06 18 Januar 2017
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    Warschau und Minsk tauschen "Schläge" aus

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    WARSCHAU, 25. Juli (RIA Nowosti). Polen weist einen Botschaftsrat der weißrussischen Botschaft in Warschau aus. Das teilte der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Aleksander Checko, am Montag mit.

    Dem Diplomaten zufolge habe der stellvertretende Außenminister von Polen Andrzej Zalucki den außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Weißrusslands in Polen, Pawel Latuschko, ins Außenministerium zitiert und ihn über die Entscheidung der polnischen Behörden informiert, wonach ein Botschaftsrat der weißrussischen Botschaft in Warschau Polen verlassen solle.

    "Diese Entscheidung ist eine Antwortmaßnahme auf die völlig grundlose Ausweisung des Leiters des Konsulardienstes der Botschaft von Polen in Minsk", sagte Checko.

    Laut dem Diplomaten bekundet das Außenministerium Polens die Bereitschaft, nach einer Kompromisslösung zu suchen und die Beziehungen zu Weißrussland zu verbessern. Die polnische Seite schlägt unter anderem vor, demnächst den Preis für das polnische Visum für die weißrussischen Bürger zu senken.

    Am vergangenen Freitag, dem 22. Juli, hatte der Außenminister Polens, Adam Rotfeld, vor Journalisten mitgeteilt, dass "ein weißrussischer Diplomat in den nächsten Tagen aus Polen ausgewiesen wird". Die weißrussischen Behörden hatten zuvor, am 21. Juli, den Leiter der Konsularabteilung der polnischen Botschaft in Weißrussland, Andrzej Buczak, aus Minsk ausgewiesen.

    Wie beim Pressedienst der weißrussischen Botschaft in Warschau gegenüber der RIA Nowosti verlautete, habe der Botschaftsgesandte der weißrussischen diplomatischen Mission Maxim Ryschenkow am 20. Juli dieses Jahres Polen verlassen.

    Am Freitag informierte das Außenministerium Weißrusslands über die Auflösung der Vertretung des polnischen Forschungsfonds "Dialog". Tags zuvor war der polnische Fonds im staatlichen weißrussischen Fernsehen wegen Spionage beschuldigt worden.

    "Die Handlungen, die in letzter Zeit von der polnischen Seite vorgenommen werden, zeugen davon, dass Polen vorsätzlich eine auf den Abbau der weißrussisch-polnischen Beziehungen ausgerichtete Linie steuert", wurde in einer Erklärung des weißrussischen Außenministeriums unterstrichen, die am 22. Juli verbreitet wurde.

    In dem Dokument wurde unter anderem die Situation um den weißrussischen Polenverband erwähnt. Der Kongress des Verbandes, bei dem eine neue Leitung dieser Organisation gewählt worden war, wurde von den weißrussischen Behörden als nicht legitim erachtet, was eine negative Reaktion Warschaus auslöste.

    "Die Situation um diese weißrussische gesellschaftliche Vereinigung wird in Übereinstimmung mit der Gesetzgebung geregelt. Versuche, diese Organisation von außen zu beeinflussen, werden als Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates betrachtet", so die Erklärung des weißrussischen Außenministeriums.

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