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    Russland hofft in den sechsseitigen Verhandlungen auf ein gemeinsames Dokument

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    PEKING, 26. Juli (RIA Nowosti). Russland hofft darauf, dass im Ergebnis der vierten Runde der sechsseitigen Verhandlungen ein gemeinsames Dokument verabschiedet wird, welches die Grundsätze aller Seiten für eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel enthält.

    Diese Erklärung gab der Leiter der russischen Delegation, der stellvertretende Außenminister Alexander Alexejew, am Dienstag bei der Eröffnungszeremonie zu den Verhandlungen in Peking ab.

    Der russische Delegationschef unterstrich, die "diplomatischen Verhandlungen sollten von Achtung und Gleichberechtigung getragen sein", mit gegenseitigen Zugeständnissen und Kompromissen einhergehen.

    Russland begrüße die Absicht der Verhandlungsteilnehmer, "bilaterale Sorgen" im Dialog zu besprechen, bei zweiseitigen Begegnungen im Rahmen der sechsseitigen Verhandlungen, fügte der stellvertretende Minister hinzu.

    Gestern hatte Alexejew in einem Interview für RIA Nowosti erklärt, die Positionen Washingtons und Pjöngjangs lassen auf gewisse Fortschritte bei den Verhandlungen hoffen.

    "Sowohl seitens der USA wie auch von der KDVR waren Signale zu vernehmen, dass ihre Delegationen über ein gewisses Maß an Verhandlungsmasse verfügen, um die Runde konstruktiv zu gestalten. Das berechtigt zu der Hoffnung, es könnten bei der vierten Runde gewisse Fortschritte erzielt werden", sagte Alexejew.

    Der Diplomat stellte fest, dass die russische Delegation nicht beabsichtigt, während der vierten Runde neue Initiativen auf den Tisch zu legen. Er sagte, die Prinzipien einer Regelung, die bei den ersten Verhandlungsrunden vorgelegt wurden, seien auch weiterhin aktuell. Alexejew unterschied dabei zwischen drei Arten von grundlegenden Festlegungen: Das Endziel der Regelung muss die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sein. Der Weg dahin muss über Etappen führen. Maßnahmen zum Abbau der militärischen Atomprogramme der KDVR müssen synchron mit entsprechenden Schritten ergriffen werden, welche der bekannten Besorgnis Pjöngjangs Rechnung tragen und Gegenleistungen auf dem Gebiet der Sicherheit und der Hilfe bei der Energieversorgung parat halten.

    "Das ist unser grundsätzliches Herangehen, und es bleibt aktuell. In diese Richtung muss gearbeitet werden, um die Positionen der Seiten einander anzunähern", unterstrich Alexejew.

    Die sechsseitigen Verhandlungen zum nordkoreanischen Atom-Dossier werden seit August 2003 unter Beteiligung der USA, der KDVR, Chinas, Südkoreas, Russlands und Japans geführt.

    Die vierte Runde war ursprünglich auf Oktober 2004 anberaumt. Sie kam nicht zustande, weil Pjöngjang erklärt hatte, es sei nicht möglich, das Atomprogramm unter ständigen Drohungen der USA zu erörtern. Im Februar gab Nordkorea bekannt, es sei im Besitz von Atomwaffen.

    Die Verhandlungsdauer der gegenwärtigen Runde bleibt offen, denn die Teilnehmer verständigten sich darauf, sich zeitlich keine Beschränkungen aufzuerlegen.

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