11:19 19 Oktober 2017
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    Russland will Japan von Erörterung bilateraler Probleme mit Korea bei den Sechserverhandlungen in Peking abbringen

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    PEKING, 26. Juli (RIA Nowosti). Die russische Delegation zu den sechsseitigen Verhandlungen über das nukleare Problem der KDVR hat am Dienstag in Peking versucht, die japanischen Diplomaten davon abzubringen, die Frage der Entführung japanischer Bürger durch die Geheimdienste von Pyongyang in der Vergangenheit zur Diskussion zu stellen. Das teilte der Leiter der russischen Delegation und stellvertretende Außenminister Russlands Alexander Alexejew vor Journalisten mit. Er war zuvor mit seinem japanischen Amtskollegen Kenichiro Sasae zusammengetroffen.

    "Dies könnte die Herbeiführung konkreter Ergebnisse der sechsseitigen Verhandlungen verkomplizieren, deren Hauptziel es ist, die Koreanische Halbinsel atomfrei zu machen", sagte der russische Diplomat.

    Es geht um den Versuch Japans, gleichzeitig mit dem nuklearen Problem die Umstände der Entführung von Menschen durch nordkoreanische Agenten in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zu erörtern - trotz der Tatsache, dass Pyongyang sich schon vor mehreren Jahren offiziell entschuldigt und versprochen hat, solche Handlungen in Zukunft zu unterlassen. Mehr noch, die überlebenden Opfer der Entführungen und ihre Angehörigen konnten nach Japan zurückkehren.

    "Trotz des Umstandes, dass das Problem für die bilateralen Beziehungen zwischen der KDVR und Japan sehr wichtig sein mag, wäre es kontraproduktiv, es bei den sechsseitigen Verhandlungen zur Sprache zu bringen", betonte Alexejew.

    An den Verhandlungen in Peking nehmen Diplomaten aus Russland, den USA, der KDVR, der Republik Korea, China und Japan teil.

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