00:08 19 Oktober 2017
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    Roskosmos: Erfolgreicher Shuttle-Flug wird zur Umsetzung aller ISS-Pläne beitragen

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    MOSKAU, 26. Juli (RIA Nowosti). Durch den Wiedereinsatz der Shuttles kann mit der Erfüllung aller abgesteckten Pläne für den Bau der ISS gerechnet werden. Das sagte der Chef der bemannten Programme der Russischen Raumfahrtagentur (Roskosmos), Alexej Krasnow, gleich nach dem erfolgreichen Start der Raumfähre "Discovery" in einem Interview für RIA Nowosti.

    Laut Krasnow wird mit der Wiederaufnahme der Shuttle-Flüge die Ungewissheit in der Entwicklung der ISS beseitigt und Russland, das die Raumstation im Alleingang versorgen musste, entlastet.

    Dies wird es auch der Raumfahrtagentur möglich machen, einige technische Probleme zu lösen. So beispielsweise die defekten Blöcke im System zur Aufrechterhaltung des Sauerstoffgehaltes "Elektron" von der ISS zur Erde zurückzubringen, die geprüft werden sollen, sowie Teile des Annäherungs- und Ankopplungssystems "Kurs" zurückzuholen.

    Alexej Krasnow äußerte die Hoffnung, dass der gesamte Flug des Shuttle "Discovery" planmäßig verlaufen und der nächste Start der amerikanischen Raumfähre im September stattfinden wird. Zu ihrer Besatzung soll neben Amerikanern auch der erste europäische Astronaut gehören, der nach seiner Ankunft an Bord der ISS als Mitglied der Langzeitbesatzung arbeiten wird.

    Somit soll in der ISS ein dreiköpfiges statt des jetzigen zweiköpfigen Teams eingesetzt werden.

    Krasnow äußerte die Meinung, dass nach einem erfolgreichen Flug der "Discovery" mit der Organisation eines Treffens der Chefs der Raumfahrtbehörden aller Teilnehmerstaaten dieses internationalen Weltraumprogramms begonnen werden könne.

    Bei der ISS handelt es sich um ein gemeinsames Projekt, an dem die Raumfahrtagenturen der USA, Russlands, Europas, Kanadas und Japans beteiligt sind. Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Elementen der bemannten Station, die im erdnahen Weltraum unter Einsatz von Raumfähren gebaut wird, wurden 1998 von der NASA (USA) und der Russischen Raumfahrtagentur unterzeichnet.

    Im November 1998 wurde das erste Element der ISS - das russische Modul "Sarja" - gestartet. Seitdem begann der Bau der größten Anlage im Weltraum. Nach Abschluss des Baus soll die ISS eine Masse von 470 Tonnen haben, 109 Meter lang und 88,4 Meter breit sein. Die Gesamtkosten werden sich schätzungsweise auf 40 Milliarden US-Dollar belaufen.