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    Bordjuscha: Nichts gefährdet die USA-Stützpunkte in Zentralasien

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    NEW YORK, 27. Juli (RIA Nowosti) Gegen "hastige Entscheidungen" bezüglich eines Abzugs der USA-Stützpunkte aus Kirgisien und Usbekistan hat sich der Generalsekretär der Organisation des Vertrages über kollektive Sicherheit (Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Russland und Tadschikistan), Nikolai Bordjuscha, ausgesprochen.

    "Die USA-Stützpunkte in Zentralasien spielen heute eine nützliche Rolle, indem sie für die Luftunterstützung des in Afghanistan operierenden multinationalen Kontingents sorgen", erklärte Bordjuscha in einem RIA-Nowosti-Gespräch. Er nahm an einer Beratung "UNO-Partnerschaft mit regionalen Organisationen im Interesse der Sicherheit und des Friedens" teil, die auf hoher Ebene in New York stattfand.

    "Nehmen wir an, diese Stützpunkte werden innerhalb einer kurzen Zeit abgezogen. Was passiert dann? Das Kontingent (in Afghanistan) wird aber weiter bleiben, die Operation wird weitergeführt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Taliban ihr Verwaltungssystem wiederhergestellt sowie ihre Reihen aufgefüllt haben und erneut zu aktiven Kampfhandlungen übergehen."

    Nach den Worten des Generalsekretärs des Kollektiven Sicherheitsvertrages wird ein Abzug der USA-Stützpunkte erst "mit einer Stabilisierung der Lage in Afghanistan" aktuell.

    Zugleich "muss der Zeitrahmen für die Präsenz der Stützpunkte festgelegt werden", fügte Bordjuscha hinzu. "Der Status der Stützpunkte muss als provisorisch, für die Zeit der aktiven Phase der antiterroristischen Operation verankert werden", betonte er.

    Auf die Ereignisse im Frühling in Kirgisien eingehend, erklärte Bordjuscha, die Organisation des Kollektiven Sicherheitsvertrags habe ernsthafte Lehren daraus gezogen.

    "Wir müssen im Falle einer Zuspitzung der innenpolitischen Situation in einem zu unserer Organisation gehörenden Staat aktiver sein", meinte er.

    "Wir müssen uns mit Elementen der präventiven Diplomatie bewaffnen, Vermittlerfunktionen ausführen, damit der politische Kampf nicht auf die Straße verlegt wird, was in Kirgisien zu Raub und Gewalt führte."

    Am Vortag hatte USA-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bei seinen Besuchen in Bischkek und Duschanbe zu verstehen gegeben, die USA hätten vorerst nicht vor, ihre Militärstützpunkte aus Zentralasien abzuziehen.

    "Wir haben unsere Truppen auf der Grundlage bilateraler Vereinbarungen und zu gegenseitig vorteilhaften Bedingungen stationiert, was nicht unwichtig ist", sagte er.

    Kirgisien bekommt von den USA bis zu 15 Millionen US-Dollar für die Pacht des internationalen Flughafens Manas der kirgisischen Hauptstadt. Dort sind derzeit rund 1000 USA-Armeeangehörige stationiert. Das Problem der amerikanischen Stützpunkte war beim jüngsten Gipfel der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Astana angeschnitten, wo auf Initiative von Präsident Wladimir Putin eine entsprechende Erklärung angenommen wurde, in der aufgerufen wird, Endtermine für die amerikanische Militärpräsenz in Zentralasien festzulegen.

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