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    IAEA-Chef besucht armenisches Kernkraftwerk

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    JEREWAN, 27. Juli (RIA Nowosti). Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohammed el-Baradei, ist am heutigen Mittwoch zu einem Besuch in der armenischen Hauptstadt Jerewan eingetroffen.

    Wie aus der Presse- und Informationsverwaltung des armenischen Außenministeriums verlautet, stehen im Programm des IAEA-Chefs Gespräche mit der Führung der Republik und ein Besuch des Armenischen Kernkraftwerkes.

    Das Armenische Kernkraftwerk war 1980 in Betrieb genommen worden. Im März 1989 musste es aus politischen Gründen stillgelegt werden. Im Jahre 1995, vier Jahre nach der Erlangung der Unabhängigkeit durch Armenien, wurde das Kraftwerk wieder in Betrieb gesetzt, weil das Land von einer schweren Energiekrise befallen wurde.

    Ausgestattet mit einem russischen Reaktor des Typs WWER-440 der ersten Generation, erzeugt die zweite Energieanlage des Kraftwerkes 30 bis 40 Prozent der gesamten in Armenien produzierten Elektroenergie. Laut Experten kann das Kraftwerk bis zum Jahr 2016 in Betrieb bleiben.

    Im September 2003 wurde das Kernkraftwerk für fünf Jahre in die Treuhandverwaltung der AG INTER RAO EES, Tochter des russischen Stromriesen EES Rossii und des Konzerns Rosenergoatom, übergeben.

    Die Europäische Union besteht auf einer Konservierung des Kernkraftwerkes und stellt hierfür 100 Millionen Euro in Aussicht. Um in Armenien alternative Energiekapazitäten zu bauen, wäre laut Schätzungen armenischer Experten jedoch fast eine Milliarde Euro notwendig.

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