12:44 20 Oktober 2017
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    An den Ufern Sachalins strandete ein Baird-Wal

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    JUSCHNO-SACHALINSK, 27. Juli (RIA Nowosti). Ganz im Süden Sachalins, in der Gegend der Halbinsel Kriljon, entdeckten Umweltschützer einen verendeten Wal. Wie die Pressestelle der Organisation „Umweltwache Sachalins“ mitteilte, traf eine Feldgruppe an der Küste der Aniwa-Bucht ein, wo gestern ein gestrandeter, aber noch lebender Wal gesichtet worden war. Die Ökologen konnten aber nur noch sein Verenden registrieren.

    Den Wal hatten Fischer, die auf Lachsfang waren, entdeckt. Er befand sich in der Brandungswelle in der Nähe einer Flussmündung. Am Ort des Geschehens stellte sich heraus, dass die Fischer den Wal gestern abend mit zwei Booten ins Meer abschleppen konnten und in tiefere Gewässer brachten.

    „Der Wal lebte, schlug wild mit seinem Schwanz um sich und bewegte sich im Wasser. Doch am Morgen wurde das Tier etwa an der gleichen Stelle schon tot aufgefunden“, teilte der Gesprächspartner von RIA Nowosti mit. Bei Untersuchung konnte ermittelt werden, dass er zu den Baird-Walen (Berardius bairdi) gehört, einer seltenen Gattung, die jedoch nicht in dem Roten Buch vermerkt ist. Die Sachaliner Meeresbucht gehört zu seinen Lebensräumen.

    Ausgewachsene Tiere dieser Art erreichen eine Größe von 11 bis 15 Metern, doch der gefundene Pflanzenfresser hatte nur eine Länge von 8 Metern. Sein Gewicht wird auf ungefähr 8 Tonnen geschätzt, weshalb vermutet werden kann, dass es sich um ein recht junges Tier handelte.

    Nach Berichten von Augenzeugen wurde der Wal von der Brandungswelle immer wieder von Wasser überspült, so dass der Tod vermutlich nicht durch das Austrocknen der Haut verursacht worden ist, wie es oft mit Tieren passiert, die in Ufernähe geraten.

    Erste Untersuchungen des Tieres erbrachten keine äußerlichen Anzeichen für die Todesursache. Es gab weder Wunden oder Verletzungen noch Krankheitssymptome.

    Die Ökologen entnahmen dem Tier Gewebeproben und machten detaillierte Bildaufnahmen, damit Spezialisten später die Ursachen für das Stranden des Wals klären können.

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