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    Russland setzt sich für Intensivierung der Sechsländergespräche zu Nordkorea ein

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    PEKING, 27. Juli (RIA Nowosti). Russland schlägt vor, Sechsländergespräche zum nordkoreanischen Atomproblem öfter durchzuführen und die Arbeitsgruppen, welche die Differenzen der Seiten schlichten, schon Mitte September wieder einzuberufen.

     Dies erklärte der Leiter der russischen Delegation bei den Sechsländergesprächen, der stellvertretende Außenminister Alexander Alexejew, gegenüber RIA Nowosti.

    "Wir schlagen vor, die Unterbrechung zwischen den Verhandlungsrunden zu kürzen", erläuterte er.

    "Wenn es uns gelingt, Grundsätze und komplexe Maßnahmen zu einer Entnuklearisierung der Halbinsel Korea zu vereinbaren, muss eine Expertengruppe gebildet werden, die anhand politischer Entscheidungen die technische Arbeit verrichten wird.

    Sie könnte zum Beispiel mit Fragen der Demontage der Atomanlagen in Nordkorea sowie der wirtschaftlichen Entschädigung Pjöngjangs im Interesse der Normalisierung seiner Beziehungen mit den USA beauftragt werden.

    "Diese Expertengruppe sollte unserer Ansicht so schnell wie nur möglich einberufen werden", sagte der russische Chefunterhändler. Bestenfalls schon Mitte September.

    Bei den Sechsländergesprächen, die seit August 2003 stattfinden, bemühen sich Experten aus Russland, Nordkorea, Südkorea, den USA, China und Japan um eine Beilegung des Streits rund um das nordkoreanische Atomprogramm. Bis jetzt wurden drei Verhandlungsrunden mit dem Ziel durchgeführt, Nordkorea von der Notwendigkeit zu überzeugen, auf sein Atomprogramm zu verzichten.

    Die ursprünglich auf Ende September 2004 angesetzte vierte Runde kam nicht zustande, weil Nordkorea im letzten Moment seine Teilnahme daran absagte. In seiner Begründung verwies Pjöngjang auf eine "feindselige Einstellung" der USA, die jeden Dialog unmöglich mache. Außerdem forderte Nordkorea alle Details der geheimen Experimente mit Uran und Plutonium zu klären, die in Südkorea seit 1982 durchgeführt werden sollen.

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