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    Experte: Tätigkeit von El Kaida führte zur Spaltung der islamischen Welt

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    MOSKAU, 27. Juli (RIA Nowosti). Die Tätigkeit des Terrornetzwerks El Kaida hat zur Spaltung in der islamischen Welt geführt. Diese Ansicht vertrat der Präsident des Instituts für Religion und Politik, Alexander Ignatenko, am Mittwoch in Moskau. "Ungeachtet dessen, dass sich El Kaida als regionale islamische Organisation positioniert, haben ihre internationalen terroristischen Umtriebe die islamische Welt gespalten", betonte der Wissenschaftler.

    Dabei berief er sich auf Angaben der amerikanischen Agentur Pew Global Attitudes Projekt, nach denen die Zahl der Anhänger von Osama bin Laden und der Befürworter von Selbstmordattentaten in den moslemischen Ländern bis auf Jordanien und Pakistan bedeutend abgenommen hat.

    In Jordanien haben jetzt 60 Prozent der Befragten Vertrauen zu Bin Laden als geistiger Führer (2003: 55 Prozent). In Pakistan beläuft sich diese Zahl auf 51 (45) Prozent, in Indonesien auf 35 (58) Prozent, in Marokko auf 26 (49) Prozent und in Libanon auf 2 (14) Prozent, fuhr Ignatenko fort.

    "Die Verübung von Terroranschlägen gegen die Zivilbevölkerung ist absolut unannehmbar. Und die Menschen, die sich zum Islam bekennen, sind sich darüber im Klaren." Zugleich bestehe die Gefahr von Seiten der El Kaida darin, dass diese Organisation nach dem Prinzip gebildet werde, dass jeder, der es will, dort aufgenommen wird. "Eine beliebige lokale terroristische Gruppierung kann Teil dieses internationalen Terrornetzwerkes werden."

    Eine beliebige kleine Vereinigung von Terroristen könnte gegenwärtig im Namen von El Kaida handeln und die Grundpfeiler des Islam entstellen, sagte der Experte.

    Als Bestätigung für seine Meinung führte er Angaben an, nach denen sich gleich drei Organisationen für den jüngsten Bombenanschlag in Scharm el Scheich bekannt hatten. Eine davon war bislang völlig unbekannt. In ihrer Erklärung hieß es, die Anschläge seien auf Weisung von Bin Laden und Ayman al-Zawahiri verübt worden.

    "Solche Terroranschläge haben zum Ziel, internationale und politische Probleme mit Gewaltmethoden zu lösen. Die Entstellung der Grundprinzipien des Islam hat zur Folge, dass immer neue Volontäre in verschiedene Terrorgruppierungen angeheuert werden", sagte Ignatenko.

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