01:21 23 Januar 2017
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    Rat der Sepharden der GUS gebildet

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    MOSKAU, 27. Juli (RIA Nowosti). Der Gründungskongress des Rates der Sepharden der GUS, der die jüdischen Gemeinden in Buchara und Georgien sowie die Bergjuden (die ältesten Gemeinden auf dem Territorium der GUS) vereint, ist am Mittwoch in Moskau eröffnet worden.

    "Ich bin überzeugt, dass die Vereinigung der sephardischen Juden dem Einvernehmen aller Juden in Liebe und Achtung dienlich sein wird", sagte der Hauptrabbiner Russlands, Berl Lazar, in seiner Eröffnungsansprache.

    Der sephardische Hauptrabbiner von Israel, Shlomo Omar, äußerte seinerseits die Zuversicht, dass "es keinen zeitgemäßeren Schritt gibt, als diesen Akt, der die Einigung unserer Gemeinden in der heutigen Zeit symbolisiert, die durch große Meinungsunterschiede gekennzeichnet ist".

    "Wir werden in Moskau ein großes sephardisches Judenzentrum bauen. Das Hauptziel des Rates muss es sein, unser Erbe, unsere Traditionen an unsere Kinder weiterzugeben", sagte der Präsident der Föderation der jüdischen Gemeinden der GUS, Lew Lewajew.

    Ihm zufolge ist heute das Problem der Assimilierung für die sephardischen Juden besonders akut. "Vor 20 bis 30 Jahren hatte es bei den sephardischen Juden keine Assimilation gegeben, heute beobachten wir einen drastischen Anstieg der Assimilation", bemerkte Lewajew.

    Wie er weiter ausführte, ist das Fehlen einer jüdischen Bildung die Hauptursache für die zunehmende Assimilation.

    Zu den Sepharden gehören die Buchara-Juden, die georgischen und die Bergjuden, die laut den Kongressteilnehmern ihre kulturelle und religiöse Eigenart in einem größeren Maße beibehalten konnten, als die Aschkenasen (die europäischen Juden).