12:35 20 Oktober 2017
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    Delegationen aus sechs Ländern verhandeln weiter über eine Regelung der atomaren Probleme auf der koreanischen Halbinsel

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    PEKING, 28. Juli (RIA Nowosti). Die Delegationen aus den Teilnehmerländern an den sechsseitigen Verhandlungen - KDVR, China, den USA, Russland, Südkorea und Japan - setzen am Donnerstag die Erörterung von Wegen für eine Regelung der atomaren Probleme auf der koreanischen Halbinsel fort.

    Auf der Tagesordnung stehen bilaterale Gespräche der verschiedenen Abordnungen sowie Begegnungen der sechs Chefunterhändler. Zur Tagesmitte gibt der stellvertretende chinesische Außenminister, Dai Bingguo, zu Ehren der Delegationsleiter ein Mittagessen.

    Schlüsseltreffen des 28. Juli dürften die bilateralen Konsultationen sein, zu denen die Abordnungen der USA und der KDVR zusammentreffen. Wie der russische Delegationsleiter, der stellvertretende Außenminister Alexander Alexejew, gestern gegenüber russischen Journalisten erklärte, zeugt die Analyse der Reden, die die Chefs der nordkoreanischen und der amerikanischen Delegation auf der Plenartagung hielten, von "tiefgreifenden Unterschieden in den Positionen, darunter konzeptuellen Charakters".

    Der russische Diplomat führte aus, dass von den für Donnerstag anberaumten bilateralen Konsultationen der USA und der KDVR weitgehend der Ausgang der gegenwärtigen Verhandlungsrunde abhängt.

    Gestern legten die Delegationschefs auf der Plenartagung ausführlich ihre Positionen zur Regelung der atomaren Probleme auf der koreanischen Halbinsel dar.

    Die nunmehr vierte Runde der sechsseitigen Verhandlungen wurde aufgenommen, nachdem Pjöngjang im Februar die Schaffung eigener Atomwaffen verkündet hatte, um sich vor amerikanischen Bedrohungen zu schützen.

    Der nordkoreanische Verhandlungsführer, Kim Gyo Gwang, sagte, Pjöngjang sei bereit, auf seine atomaren Programme zu verzichten, wenn die Drohungen der USA eingestellt und die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisiert werden.

    Die Amerikaner entschärften ihrerseits die vorangegangenen Forderungen nach einer "definitiven, kontrollierbaren und unumkehrbaren Demontage" der Atomanlagen Nordkoreas. Der US-Delegationsleiter sprach nun nur noch von der Notwendigkeit "einer effektiven Kontrolle und des Abbaus aller in der KDVR existierenden nuklearen Waffen und Programme".

    Die Vorstellungen der KDVR zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel schließt die Schaffung "rechtlicher und systematischer" Mechanismen für die Vertrauensbildung und für friedliche Koexistenz mit den USA ein. Erst danach sollen der Verzicht auf Atomwaffen vonseiten Pjöngjangs, der Abzug vermeintlicher amerikanischer Atomwaffen aus Südkorea und Garantien dafür, dass sie auch später nicht dorthin verlegt werden, der Verzicht der USA auf seinen "Atomschirm" in der Region und die Kompensation der wirtschaftlichen Einbußen der KDVR bei der "Denuklearisierung" folgen.

    Die USA gehen unterdessen davon aus, dass die Verhandlungsteilnehmer die Sicherheit der KDVR garantieren und mit ihr wirtschaftlich kooperieren, darunter auf dem Gebiet von Handel und Investitionen, wenn sie von ihren atomaren Intentionen ablässt. Doch bis dahin verhalten sich die USA mehr als distanziert.

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