07:59 17 Januar 2017
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    Chinesischer Experte: USA und Nordkorea verstehen „Denuklearisierung“ unterschiedlich

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    PEKING, 28. Juli (RIA Nowosti). Die USA und Nordkorea haben viel zu unterschiedliche Auslegungen des Begriffs „Denuklearisierung“ und werden kaum wesentliche Kompromisse bei der jetzigen Runde der sechsseitigen Verhandlungen erzielen. Diese Meinung äußerte ein den Verhandlungen nahe stehender chinesischer Experte gegenüber RIA Nowosti. Allein schon die Tatsache aber, dass in dieser Woche bereits mindestens drei amerikanisch-nordkoreanische Treffen stattgefunden hätten, „ruft Optimismus hervor“, fügte er hinzu.

    Wie RIA Nowosti erfuhr, hatte ein zweiseitiges Treffen zwischen den Delegationen Nordkoreas und der USA am Donnerstag mehr als drei Stunden gedauert. Der Experte erwartet nicht, dass in der jetzigen Verhandlungsrunde ein Durchbruch im Dialog zwischen den USA und der KDVR erzielt werden könnte. Nach seinen Angaben legten die Seiten bei ihrem Treffen am Donnerstag erneut ihre Positionen und Standpunkte zum Problem der Regelung des Nuklearproblems auf der Halbinsel Korea ausführlich dar.

    Wie Nordkoreas Delegationschef Kim Gae Gwang am Mittwoch erklärte, sei Pjöngjang bereit, auf die Nuklearprogramme nur dann zu verzichten, wenn die Bedrohung seitens der USA wegfallen wird und wenn die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisiert werden.

    Der nordkoreanische Diplomat wiederholte die bisherige Position, die eine Gleichzeitigkeit der jeweiligen Schritte der Seiten nach dem Prinzip „Wort gegen Wort und Handlung gegen Handlung“ vorsieht.

    Der nordkoreanische Plan für die Befreiung der Halbinsel von den Nuklearwaffen sieht die Bildung „rechtlicher Mechanismen und Systeme“ für die Herstellung des gegenseitigen Vertrauens und für eine friedliche Koexistenz mit den USA vor und erst dann einen Verzicht Pjöngjangs auf die Kernwaffen sowie einen Verzicht auf das amerikanische Programm des „nuklearen Schirms“ in der Region und eine Rückerstattung der wirtschaftlichen Verluste der KDVR infolge des „Denuklearisierungsprozesses“.

    Die Amerikaner vertreten ihrerseits die Position, laut der die Teilnehmerstaaten des Dialogs der KDVR Sicherheit garantieren und mit ihr wirtschaftlich kooperieren werden, wenn Nordkorea auf seine nuklearen Pläne verzichtet.

    Wie aus dem Umfeld der USA-Delegation zu erfahren war, bewertet die amerikanische Seite die von Pjöngjang gestellten Forderungen als „verschwommen“ und „unkonkret“.

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