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    Russische Diplomatie: Erstmals sachlicher Dialog zwischen USA und KDVR bei den sechsseitigen Verhandlungen

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    PEKING, 28. Juli (RIA Nowosti). Zum ersten Mal führen die USA und die KDVR bei den sechsseitigen Verhandlungen über die Regelung der atomaren Probleme auf der koreanischen Halbinsel einen sachlichen Dialog, erklärte der russische Delegationsleiter und stellvertretende Außenminister, Alexander Alexejew, am Donnerstag. Auf das Treffen zwischen den Delegationen dieser beiden Länder eingehend, sagte der stellvertretende Minister, beide Seiten meinen, dass es sich um sachliche und konkrete Gespräche darüber handelt, wie die Differenzen überwunden und gegenseitig akzeptable Kompromisse im Interesse des Hauptziels, der Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel, erreicht werden können.

    Alexejew unterstrich, dass es wohl nicht möglich sein werde, alle Fragen in der gegenwärtigen Verhandlungsrunde zu lösen. Doch das Treffen werde dazu beitragen, dass das Hauptziel erreicht wird. Er sagte, es gehe darum, von politischen Deklarationen zur konkreten Arbeit überzugehen.

    Die nunmehr vierte Runde der sechsseitigen Verhandlungen wurde aufgenommen, nachdem Pjöngjang im Februar die Schaffung eigener Atomwaffen verkündet hatte, um sich vor amerikanischen Bedrohungen zu schützen.

    Der nordkoreanische Verhandlungsführer, Kim Gyo Gwang, sagte, Pjöngjang sei bereit, auf seine atomaren Programme zu verzichten, wenn die Drohungen der USA eingestellt und die Beziehungen zwischen beiden Ländern normalisiert werden.

    Die Amerikaner entschärften ihrerseits die vorangegangenen Forderungen nach einer "definitiven, kontrollierbaren und unumkehrbaren Demontage" der Atomanlagen Nordkoreas. Der US-Delegationsleiter sprach nun nur noch von der Notwendigkeit "einer effektiven Kontrolle und des Abbaus aller in der KDVR existierenden nuklearen Waffen und Programme".

    Die Vorstellungen der KDVR zur Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel schließt die Schaffung "rechtlicher und systematischer" Mechanismen für die Vertrauensbildung und für die friedliche Koexistenz mit den USA ein. Erst danach sollen der Verzicht auf Atomwaffen von Seiten Pjöngjangs, der Abzug der vermeintlichen amerikanischen Atomwaffen aus Südkorea und Garantien dafür, dass sie auch später nicht dorthin verlegt werden, der Verzicht der USA auf seinen "Atomschirm" in der Region und die Kompensation der wirtschaftlichen Einbußen der KDVR bei der "Denuklearisierung" folgen.

    Die USA gehen unterdessen davon aus, dass die Verhandlungsteilnehmer die Sicherheit der KDVR garantieren und mit ihr wirtschaftlich kooperieren, darunter auf dem Gebiet von Handel und Investitionen, wenn sie von ihren atomaren Intentionen ablässt. Doch bis dahin gebe es von Seiten der USA eine strenge Einschränkung.

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