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    Discovery erfolgreich an ISS angekoppelt

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    FLUGLEITZENTRALE (Koroljow), 28. Juli (RIA Nowosti). Die US-Raumfähre Discovery mit sieben Astronauten an Bord koppelte um 15.17 Uhr Moskauer Zeit erfolgreich an die Internationale Raumstation ISS an, meldet der Korrespondent der RIA Nowosti aus der russischen Flugleitzentrale in Koroljow bei Moskau.

    Crew-Kommandantin Eileen Collins führte das Kopplungsmanöver perfekt aus.

    Gegen 17.19 Uhr Moskauer Zeit öffnete die Besatzung der Discovery die Übergangsluken und begab sich in die Internationale Raumstation ISS.

    Die Leiterin der Expedition STS-114, Oberst der US-Luftstreitkräfte Eileen Collins, hat seit 1990 drei Raumflüge mit einer Dauer von insgesamt 22 Tagen, 10 Stunden und 38 Minuten absolviert - als Pilotin der Discovery und der Atlantis sowie als Kommandantin der später verunglückten Columbia.

    Der Discovery-Besatzung gehört neben den Amerikanern der japanische Astronaut Soichi Noguchi an, der auch in den freien Raum aussteigen soll.

    Der Shuttle brachte das italienische Logistik-Modul Raffaello zur ISS.

    Die Discovery-Crew wird insgesamt dreimal in den freien Raum aussteigen, um den kaputten Kreisel der ISS auszuwechseln, die Isolation der Raumfähre auf mögliche Schäden zu untersuchen und neue Technologien zu testen, mit denen die Sicherheit der Shuttle-Flüge erhöht werden soll.

    Die Discovery mit sieben Astronauten an Bord war am 26. Juli um 10.39 Uhr Ortszeit (18.39 Uhr Moskauer Zeit) von Cape Canaveral gestartet.

    Während des Starts haben sich offenbar Teile vom Außentank und vom Bug der Raumfähre gelöst.

    Der Start der Discovery war zuerst für den 13. Juli geplant worden. Zwei Stunden vor dem Abheben ins All musste er jedoch abgesagt worden, nachdem ein technisches Problem an der Treibstoffanzeige im Außentank aufgetaucht war.

    Nach dem Absturz der Raumfähre Columbia am 1. Februar 2003 hatte die Nasa die Shuttle-Flüge für mehr als zwei Jahre ausgesetzt.