12:34 20 Oktober 2017
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    Weißrussisches Außenministerium: Minsk prüft Äußerungen des neuen Botschafters Russlands in Weißrussland

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    MINSK, 28. Juli (RIA Nowosti). In Minsk werden Äußerungen des neuen Botschafters Russlands in Weißrussland, Dmitri Ajazkow, geprüft.

    "In russischen Fernsehkanälen wurden am gestrigen Mittwoch Teile eines Interviews von Herrn Ajazkow gezeigt. Es hat bei uns kein geringes Befremden hervorgerufen. Solche Äußerungen lassen sich in die herzlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Staaten und zwischen den Staatschefs unserer beiden Länder nicht einfügen", sagte der Sprecher des Außenministeriums von Weißrussland.

    In seinen Ausführungen über die Pläne von Russland und Weißrussland zur Gründung eines Unionsstaates sagte Dmitri Ajazkow auf einer Pressekonferenz am 19. Juli: "Lukaschenko ist kaum zu brechen: er steht fest auf seinen Füßen. Er sollte das Wichtigste in sich überwinden: Russland bleibt eben Russland und Weißrussland ist eben Weißrussland. Und er sollte sich nicht aus dem Grund aufblasen, dass er dort seit langem tätig sei und jemand anderes für ihn dort den Laufburschen spielen solle."

    "Wir können uns an keine Fälle erinnern, da ein Botschafter noch vor dem Überreichen seines Beglaubigungsschreibens so etwas sagte", betonte der weißrussische Außenamtssprecher. "Im Außenministerium wird jetzt die entstandene Situation untersucht. In nächster Zeit wird uns die vollständige Aufzeichnung des Interviews vorliegen", verlautete beim Pressedienst.

    Der Präsident von Weißrussland, Alexander Lukaschenko, sagte am Dienstag in einer Beratung zu Fragen der Innen- und der Außenpolitik: "Sie wissen um die Erklärungen des künftigen - oder möglicherweise auch nicht - Botschafters Russlands in Weißrussland, Dmitri Ajazkow, um seine überspannten Äußerungen. Wir sind jetzt dabei, damit klarzukommen. Es liegen uns noch keine Informationen darüber vor, ob es sich um Interpretierungen von Massenmedien handelt oder er in Wirklichkeit so sprach. Wie dem auch sei, es gibt keinen Rauch ohne Feuer."

    Ajazkow sollte am Donnerstagabend, dem 28. Juli, in Minsk eintreffen. Wie aus der russischen Botschaft in Weißrussland jedoch verlautete, werde die Ankunft des neuen Botschafters Russlands, Dmitri Ajazkow, in Minsk für ungewisse Zeit verschoben.

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