18:01 19 Januar 2017
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    Südossetischer Minister: Tiflis schürt Spannungen in der Region

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    MOSKAU, 28. Juli (RIA Nowosti). Behauptungen Georgiens, nach denen russische Geheimdienste mit einem Terroranschlag in Gori zu tun haben, können eine neue Spirale von Spannungen in der Region auslösen. Das teilte Boris Tschotschijew, Minister für besondere Angelegenheiten der nicht anerkannten Republik Südossetien, am Donnerstag telefonisch aus der Hauptstadt Zchinwali mit.

    "Derartige Behauptungen sind nicht anders zu bewerten als der Beginn der vom (georgischen Präsidenten Michail) Saakaschwili versprochenen friedlichen Aggression gegen Südossetien, das die georgischen Behörden, wie übrigens Abchasien auch, wieder dem georgischen Staatsverband zuordnen möchten."

    Auf die Motive solcher Behauptungen eingehend, erklärte Tschotschijew, dass die georgische Seite mit ihren Anschuldigungen an die Adresse Russlands und Südossetiens die amerikanische Präsenz in Georgien allem Anschein nach verbergen bzw. rechtfertigen will. "Zudem versuchen die Georgier mit solchen Erklärungen, das zu vertuschen, was sie im Pankissi-Tal gegen Russland tun. Die Terroristen, die ihr Unwesen in Tschetschenien treiben, kamen gerade aus dem georgischen Pankissi-Tal", sagte Tschotschijew.

    Zuvor hatte Georgiens Innenminister Wano Merabischwili erklärt, dass die "Diversionsgruppe, die den Anschlag in Gori verübte und einige andere Verbrechen beging, von einem Mitarbeiter eines russischen Geheimdienstes gebildet worden war".

    Das russische Außenamt bezeichnete die Erklärung Georgiens, dass russische Geheimdienste angeblich mit dem am 1. Februar dieses Jahres in Gori verübten Anschlag zu tun hätten, als Erfindung. Gori befindet sich im an Südossetien grenzenden Kreis Schida Kartli.

    Vor dem Gebäude des Kreispolizeiamtes Schida Kartli in Gori war am 1. Februar dieses Jahres eine Sprengstoffladung explodiert. Schätzungen von Experten zufolge handelte es sich um bis zu 80 Kilogramm Plastit und Hexogen. Die Höllenmaschine war in einen am Polizeigebäude geparkten Wagen gelegt worden. Bei der Explosion starben drei Polizisten. Verletzt wurden 23 Mitarbeiter des Innenministeriums Georgiens und zufällige Passanten.

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