Radio
    Politik

    Iwanow über Territorialproblem in Beziehungen zwischen Russland und Japan nicht besorgt

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0
    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 28. Juli (RIA Nowosti). Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow sieht nichts Schlimmes darin, dass sich Russland und Japan in Bezug auf die Zugehörigkeit von vier Südkurileninseln in einer Sackgasse befinden. "Es ist offenkundig, dass die Verhandlungen über die Beilegung dieses Problems festgefahren sind", sagte Iwanow am Donnerstag nach der Ankunft in Petropawlowsk-Kamtschatski.

    Zugleich stellte der Minister fest, dass Russland und Japan seit Jahren erfolgreich im militärischen Bereich kooperieren.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte Ende Mai/Anfang Juni nach seinem Tokio-Besuch zugegeben, dass es unter den gegenwärtigen Bedingungen unmöglich sei, das Problem der Zugehörigkeit der Inseln und des Abschlusses des Friedensvertrages zwischen Russland und Japan zu lösen.

    "Die Seiten beziehen entgegengesetzte Positionen. Unsere japanischen Partner haben mehrmals erklärt, dass die Lösung dieser Frage unbefristet sei. Wir leben ohne Friedensvertrag. Das ist kein Hindernis für die Förderung einer umfassenden Zusammenarbeit", sagte Lawrow damals.

    Der russische Außenamtschef hob ferner hervor, dass Russland keine Vorschläge im Zusammenhang mit dem Friedensvertrag zu dem für Ende November geplanten Japan-Besuch von Präsident Wladimir Putin vorbereitet.

    Japan fordert von Russland die Rückgabe der Südkurileninseln Iturup und Kunaschir wie auch einiger anderer Inseln, die in Japan als "nördliche Territorien" bezeichnet werden. Tokio behauptet, dass diese Inseln von der Sowjetunion kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 besetzt worden sind.

    Russland gibt zu, dass das Territorialproblem zwischen beiden Ländern vorhanden ist, lehnt aber ultimative Forderungen nach der Rückgabe von vier Inseln ab und schlägt dagegen vor, den Territorialstreit auf Grund der Deklaration von 1956 beizulegen. Laut diesem Dokument könnte Russland als Geste des guten Willens Japan zwei Kurileninseln abtreten. Aber zuvor müsse ein politischer Vertrag über Freundschaft zwischen beiden Ländern geschlossen werden.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren