05:34 19 Januar 2017
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    Kaspisches Meer und Barentssee werden in zwei Jahren ins nationale System des globalen Monitorings integriert - Erweiterte Fassung

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKI, 28. Juli (RIA Nowosti). Das Kaspische Meer und die Barentssee werden im Laufe von zwei Jahren in ein nationales System des globalen Monitorings integriert. Das teilte Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Donnerstag in Petropawlowsk-Kamtschatski mit.

    Geplant sei, ein System zur Überwasser-, Unterwasser- und Luftkontrolle zuerst in der Kaspischen Flottille und dann in der Nordflotte aufzubauen, sagte er. Dabei habe das Kaspische Meer Priorität, weil diese südliche Region besorgniserregend sei.

    "Ein ähnliches Kontrollsystem gibt es seit knapp zwei Jahren in der Pazifikflotte und kommt bei Übungen des Verteidigungsministeriums, des Innenministeriums und des Sicherheitsdienstes FSB zum Einsatz. Das System gestattet es, die Situation südlich der Beringstraße, die die russische Tschuktschen-Halbinsel vom amerikanischen Alaska trennt, bis hin zu den Grenzen Japans zu kontrollieren."

    Das im Kaspischen Meer und in der Barentssee zu installierende System werde, genau so wie im Pazifik, sowohl militärische als auch zivile Zweckbestimmung haben.

    Das System setzt sich laut Iwanow aus mehreren Komponenten zusammen. "Es geht um boden-, unterwasser- und luftgestützte technische Mittel zur Ortung, Kontrolle und Direktübertragung von Daten nach Moskau.

    "Einen zusätzlichen Effekt soll die Umsetzung des föderalen Zielprogramms GLONASS verschaffen, das die Ausstattung aller Verkehrsmittel mit Empfängern dieses globalen satellitengestützten Navigationssystems (Analog zum amerikanischen GPS-System) vorsieht."

    Iwanow sagte ferner, dass der umfassende Einsatz des GLONASS-Systems und des Systems zur globalen Kontrolle einen hohen Nutzeffekt für die russische Wirtschaft schaffen wird.