08:59 18 Januar 2017
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    Geschworenengericht erklärte 13 Teilnehmer des Angriffs auf Inguschetien für schuldig

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    NASRAN, 28. Juli (RIA Nowosti). 13 Teilnehmer des Angriffs auf Inguschetien im Juni 2004 sind am Donnerstag von einem Geschworenengericht wegen Banditentum für schuldig erklärt worden.

    Zehn Angeklagte wurden wegen Terrorismus und wegen der direkten Teilnahme an dem Angriff, sechs weitere wegen der Zugehörigkeit zu illegalen bewaffneten Formationen sowie wegen Anschlägen auf das Leben von Angehörigen der Rechtsschutzorgane für schuldig befunden. Zwei der Angeklagten wurden wegen vorsätzlicher Tötung von Bürgern für schuldig erklärt.

    Das Gericht wird am Dienstag, dem 2. August, das Geschworenenverdikt erörtern.

    Wie beim Gericht gegenüber der RIA Nowosti verlautete, war das Urteil zwar schon am Mittwoch gefällt worden, musste jedoch wegen Arbeitsschluss auf den Donnerstag vertagt werden.

    Der staatlichen Anklage zufolge "hatten die Angeklagten auf Vorschlag der aktiven Mitglieder einer bewaffneten Gruppe agiert, die mit dem Ziel gebildet worden war, die Tschetschenische Republik und andere Subjekte der Nordkaukasus-Region von der Russischen Föderation gewaltsam abzutrennen, um die Verfassungsordnung zu ändern und die territoriale Integrität der Russischen Föderation zu verletzen."

    Die verbrecherischen Handlungen wurden nach Angaben der Untersuchungsbrigade von Bandenführer Schamil Bassajew geleitet. Beim Angriff auf Städte Inguschetiens im Juni 2004 wurden 78 Menschen, meist Angehörige der Sicherheitsbehörden, getötet. 113 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

    Laut Behauptung der Anwälte von elf Angeklagten hätten ihre Mandanten die ihnen angelasteten Verbrechen nicht begangen und seien unschuldig.

    Zwei Anwälte bekannten teilweise die Schuld ihrer Mandaten in unbedeutenden Fällen und qualifizierten ihre Handlungen als "nicht vorsätzlich". Bei schweren und besonders schweren Verbrechen befanden sie ihre Klienten für unschuldig.

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