15:37 23 Januar 2017
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    Verteidigungsminister Iwanow: Kein Truppenabzug aus Transnistrien vor Abzug der Waffendepots

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    WILJUTSCHINSK, 29. Juli (RIA Nowosti). Russland hat nicht vor, seine Friedenstruppen aus der Konfliktzone in Transnistrien (nicht anerkannte Republik auf dem Territorium Moldawiens) abzuziehen, solange sich dort russische Depots mit Waffen und Munition befinden.

    Das erklärte Russlands Verteidigungsminister Sergej Iwanow in Wiljutschinsk (russischer Ferner Osten).

    "Unsere Truppen werden auf jeden Fall nicht abgezogen, solange das gesamte Eigentum der Russischen Föderation nicht nach Russland abtransportiert ist", betonte er.

    Wie der Minister betonte, befassen sich die russischen Truppen in Transnistrien neben den Friedensmissionen auch mit der Bewachung von Waffen und Munition, die dort seit der Sowjetzeit geblieben sind.

    "Zumindest die Hälfte der Friedenssoldaten beschäftigt sich mit der Bewachung der Waffen- und Munitionsdepots, die der Russischen Föderation gehören", sagte Iwanow.

    Wie er betonte, sind die Forderungen nach einem Abzug der russischen Friedenstruppen aus Transnistrien in letzter Zeit immer häufiger zu hören. Nach den jüngsten Erklärungen der moldauischen Führung zu urteilen, ist ihre Politik auf eine Verschlechterung der russisch-moldauischen Beziehungen gerichtet.

    Die russischen Friedenssoldaten seien auf der Grundlage eines Mandats von zwei Staaten - Moldawiens und der nicht anerkannten Republik Transnistrien - dort stationiert, fügte Iwanow hinzu.

    Transnistrien ist ein moldauisches Gebiet am Linksufer des Dnjestr mit einer höher entwickelnden Industrie und vorwiegend russischsprachiger Bevölkerung. Der Transinstrien-Konflikt hatte im März 1992 begonnen, nachdem Chisinau die Unabhängigkeit der Republik Moldova ausgerufen hat. In Erwiderung darauf rief der Oberste Rat Transnistriens, der die Einstellung Moldawiens auf einen Zusammenschluss mit Rumänien nicht teilt, die Moldauische Republik Transnistrien aus.

    Die von Chisinau eingeleitete bewaffnete Phase des Konflikts führte zu zahlreichen Opfern, unter anderem unter der zivilen Bevölkerung.

    Am 21. Juli 1992 unterzeichneten die Präsidenten Russlands und Moldawiens in Anwesenheit des Republikchefs von Transnistrien ein Abkommen über die Prinzipien der friedlichen Regelung des bewaffneten Konflikts.

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