14:00 17 Januar 2017
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    Russisches Außenministerium: Reise des neuen Botschafters Russlands nach Minsk wurde verschoben

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    MOSKAU, 29. Juli (RIA Nowosti). Die Reise des neuen Botschafters Russlands, Dmitri Ajazkow, nach Minsk wurde im Zusammenhang mit der Notwendigkeit, zusätzlich einige aktuelle Fragen der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern durchzuarbeiten, verschoben.

    Diese Mitteilung erhielt RIA Nowosti am Freitag im Departement für Information und Presse des russischen Außenministeriums.

    Zuvor hatte das Außenministerium Weißrusslands verlautbart, der neue Botschafter Russlands sollte eigentlich am Donnerstag in Minsk eintreffen.

    Auf die Frage, ob die Verzögerung mit den Äußerungen Ajazkows auf der Pressekonferenz in Saratow zusammenhängen, stellte das Außenministerium fest, „die Pressekonferenz hat in der Tat Aufmerksamkeit erregt und eine gewisse Resonanz in den Massenmedien gefunden“.

    „Das Problem besteht aber nicht darin. Es geht um die Notwendigkeit, einige aktuelle Fragen zusätzlich vertiefend durchzuarbeiten. Sie bestimmen die heute akuten und die perspektivischen Aufgaben der Schaffung des Unionsstaates und der Integration unserer beiden Länder“, gab das russische Außenministerium zu verstehen.

    Was den Termin der Übergabe des Beglaubigungsschreibens durch Ajazkow in Minsk angeht, so wird er, wie es in der diplomatischen Praxis üblich ist, mit Weißrussland abgestimmt, hieß es im russischen Außenministerium.

    „Das Interview, welches Herr Ajazkow gegeben hat, rief bei uns nicht geringe Verwunderung hervor. Solche Äußerungen sind mit den warmherzigen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Staaten und unseren Staatschefs absolut nicht vereinbar“, hatte gestern ein Vertreter des Außenministeriums Weißrusslands mitgeteilt.

    Auf einer Pressekonferenz am 19. Juli hatte Dmitri Ajazkow, über die Pläne Russlands und Weißrusslands zur Schaffung des Unionsstaates nachdenkend, erklärt: „Es ist sehr schwer, Alexander Lukaschenko mürbe zu machen; er steht fest auf beiden Beinen. Er muss im Innersten die Hauptsache begreifen: Russland ist Russland und Weißrussland ist Weißrussland. Und er muss nicht seine Backen aufblasen und tönen, er arbeite dort schon lange und jemand solle sein Laufbursche sein“.

    „Es ist schwer, sich an Vorfälle zu erinnern, bei denen ein Botschafter schon vor Überreichung seines Beglaubigungsschreibens etwas Ähnliches gesagt hat“, ließ ein Vertreter des weißrussischen Außenministeriums durchblicken. „Das Außenamt analysiert die entstandene Lage“.

    Am Dienstag hatte der Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, auf einer Tagung zu Fragen der Innen- und Außenpolitik erklärt: „Sie kennen möglicherweise die Erklärungen des künftigen oder möglicherweise auch nicht künftigen Botschafters Russlands in Weißrussland, Dmitri Ajazkow, seine extravaganten Ausführungen. Wir werden sie klären“.

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