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    Taus Dschabrailow: Der Westen setzt zur Destabilisierung Russlands auf Bassajew

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    GROSNY, 29. Juli (RIA Nowosti). Einige Kräfte in den USA und im Westen sind bestrebt, mit Hilfe Schamil Bassajews und ihm Ähnlicher ihr Geschäft zur Destabilisierung ganz Russlands zu betreiben, sagte in einem Interview für RIA Nowosti Taus Dschabrailow, Vorsitzender des Staatsrates der Republik Tschetschenien, die Ausstrahlung des Interviews mit dem internationalen Terroristen Schamil Bassajew durch den amerikanischen Fernsehsender ABC kommentierend.

    "Der Westen zieht zwischen den Terroranschlägen in Amerika, in Großbritannien und in Russland keine Parallelen", sagte er.

    "Wenn ein Terroranschlag in Russland geschieht, dann finden westliche Politiker dafür so manche Formulierungen und Erklärungen, wortreich behauptend, der Kampf gegen den Terrorismus müsse gewisse Grenzen haben. Doch wenn in Amerika oder in Großbritannien die U-Bahn oder ein Gebäude in die Luft gesprengt wird, dann handelt es sich eindeutig um einen Terrorakt, begangen durch internationale Terroristen", stellte Dschabrailow fest.

    Er meint, dass "Schamil Bassajew im Dienst der Feinde Russlands steht. Die Kräfte, die bisher die Karte Maschadow ausspielten, sind heute nicht wählerisch und setzen auf einen Terroristen von Weltmaßstab mit dem Namen Schamil Bassajew".

    Das Ziel Schamil Bassajews und seiner Komplizen besteht nach der Überzeugung von Dschabrailow in der "Zerstörung Russlands".

    Schamil Bassajew (40 Jahre) war 1991 an der Geiselnahme eines russischen Zivilflugzeuges vom Typ Tu-154 und seiner Entführung in die Türkei beteiligt. 1994 kämpfte er gegen die russischen Truppen in Tschetschenien. Im Sommer 1995 war er der Drahtzieher der Geiselnahme im Krankenhaus von Budjonnowsk in der an Tschetschenien angrenzenden Region Stawropol im Süden Russlands, die zahlreiche Todesopfer nach sich zog. 1999 stand er an der Spitze des bewaffneten Überfalls auf das benachbarte Dagestan. Er kandidierte für das Amt des Präsidenten Tschetscheniens, unterlag jedoch Aslan Maschadow. Als die russischen Truppen im Februar 2000 Grosny stürmten, geriet er auf eine Mine, wonach ihm ein Bein amputiert werden musste. Wiederholt übernahm er die Verantwortung für die verschiedensten Terroranschläge. Seit 1996 ist er zur nationalen und internationalen Fahndung ausgeschrieben.

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