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    Kapitalabfluss aus Russland im ersten Halbjahr 2005 zugenommen

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    MOSKAU, 29. Juli (RIA Nowosti). Der Kapitalabfluss aus Russland ist im ersten Halbjahr 2005 auf 32 Milliarden Dollar gestiegen. Das teilte das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands am Freitag auf seiner Webseite mit.

    "Die russische Wirtschaft ist nicht in der Lage, die Mehreinnahmen aus dem Ölexport effektiv zu 'verdauen'", betonen Experten des Ministeriums. Dafür spreche das hohe Niveau des Abflusses von Kapital aus dem Privatsektor. Hierbei ist ein Anstieg von 24,5 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr 2004 auf 32 Milliarden Dollar in den ersten sechs Monaten 2005 zu beobachten. Dabei ist eine bedeutende Erhöhung der Summe der durch den russischen Privatsektor am internationalen Markt aufgenommenen Kredite zu verzeichnen - von 14,1 Milliarden auf 26,4 Milliarden Dollar, heißt es.

    Zuvor hatte der Direktor des Departments für makroökonomische Prognosen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel Russlands, Andrej Klepatsch, mitgeteilt, dass der reine Kapitalabfluss aus Russland gegen Ende 2005 bei etwa zehn Milliarden Dollar liegen dürfte. Experten des Ministeriums rechnen damit, dass sich der Kapitalabfluss mit der Verbesserung des Investitionsklimas im Lande verringern wird, so auf fünf bis sieben Milliarden Dollar zum Jahr 2006.

    "2007 könnte Russland zu einem reinen Importeur von Kapital aufsteigen", behauptete Klepatsch.

    Diese optimistische Prognose führen Experten des Ministeriums auf die Realisierung des Mechanismus der privat-staatlichen Partnerschaften im Rahmen des Investitionsfonds zurück.

    Nach vorläufigen Angaben der Zentralbank Russlands belief sich der reine Abfluss von Privatkapital im ersten Halbjahr 2005 auf 5,5 Milliarden Dollar. Zum Jahresende erwarten die obersten Währungshüter eine Zahl von 9,4 Milliarden Dollar, was mit 2004 verglichen werden könnte.