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    Washington versichert Moskau: USA betrachten Bassajew als internationalen Terroristen - Erweiterte Fassung

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    MOSKAU, 29. Juli (RIA Nowosti). Washington versichert Moskau, dass die USA Schamil Bassajew als einen internationalen Terroristen betrachten.

    "Die Linie der USA im Krieg gegen den Terrorismus bleibt unverändert. Bassajew wird von Washington eindeutig als ein internationaler Terrorist betrachtet", sagte der interemistische Geschäftsträger der USA in Russland, Daniel Russel. Seine Worte werden in einem Kommentar zitiert, der auf der offiziellen Internet-Seite des Außenministeriums Russlands veröffentlicht wurde.

    Der US-amerikanische Diplomat war am Freitag im Zusammenhang mit einem Fernsehinterview Bassajews für den US-amerikanischen Sender ABC ins Außenministerium Russlands bestellt worden.

    Das russische Außenamt ist der Ansicht, dass die Ausstrahlung des Interviews mit dem tschetschenischen Terroristen Bassajew in einem landesweiten amerikanischen Kanal - ABC News - gegen die entsprechende Resolution des UN-Sicherheitsrates verstößt.

    "Bassajew wurde von der gesamten internationalen Gemeinschaft als Terrorist eingestuft und auf eine entsprechende Liste des UN-Sicherheitsrates gesetzt, darunter auch auf Anregung der USA. Es entsteht die Frage, wie auf dem Territorium der USA die Verpflichtungen aus der 2001 angenommenen Resolution 1373 des UN-Sicherheitsrates erfüllt werden, nach der die UNO-Mitglieder aufgefordert werden, Organisationen oder Personen, die Terroraktivitäten verdächtigt werden, weder passive noch aktive Unterstützung, in welcher Form auch immer, zu erweisen", betonte das russische Außenamt.

    "Das Interview wurde einem der berüchtigsten tschetschenischen Extremisten ermöglicht, der sich durch zahlreiche Terroranschläge besudelt hat. Auf seinem Gewissen sind unter anderem die Geiseldramen in einem Moskauer Musical-Theater und in Beslan mit hunderten von Toten, darunter auch Kinder."

    "Die russische Seite äußert ihr Bedauern darüber, dass sich die Leitung von ABC News über die vor der Sendung abgegebene Erklärung der russischen Botschaft in Washington hinweggesetzt hat, die gegen die geplante Ausstrahlung des Interviews protestierte", hieß es.

    In seinem Interview rechtfertigte Bassajew die Geiselnahme im Musical-Theater und die Sprengstoffanschläge auf Passagierflugzeuge vom Sommer vergangenen Jahres. Er behauptete, dass er sogar in Beslan, wo beim Geiseldrama in einer Schule 330 Menschen, darunter 186 Kinder, sterben mussten, immer noch nicht die Grenze überschritten habe. Bassajew bezeichnete sich offen als Terrorist und teilte mit, er bereite neue Anschläge vor.

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