02:24 23 September 2017
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    Russlands Vertreter: Moskau kann nicht außerhalb der IAEA in zivilem Nuklearbereich kooperieren

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    PEKING, 1. August (RIA Nowosti). Russland kann nicht im zivilen Nuklearbereich mit Staaten kooperieren, die keine IAEA-Mitglieder sind. Das erklärte Valeri Jermolow, Vizeleiter der russischen Delegation bei den sechsseitigen Verhandlungen über das Nuklearproblem auf der Halbinsel Korea, am Montag in Peking.

    "Das Völkerrecht und das internationale Recht gestatten keine Kooperation selbst im zivilen nuklearen Bereich mit Staaten, die keine Mitglieder der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sind und keinen Garantienvertrag mit der IAEA geschlossen haben", erklärte Valeri Jermolow vor Journalisten.

    Am 29. Juli hatte Nordkoreas Außenminister Paek Nam Sun, der an einer ASEAN-Tagung in Laos teilnahm, erklärt, sein Land würde sich erneut dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen anschließen und IAEA-Inspektionen auf seinem Territorium aufnehmen.

    1993 hatte die KDVR ihren Austritt aus dem Atomsperrvertrag verkündet und die Aufnahme von IAEA-Inspektionen verweigert.

    Am Montag wurde die 4. Runde der sechsseitigen Verhandlungen über das Nuklearproblem auf der Halbinsel Korea in Peking fortgesetzt. Die Seiten arbeiten am Inhalt eines Schlussdokuments, dessen Entwurf am Sonnabend von der chinesischen Seite vorgelegt wurde. Einer der Aspekte, der Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und der KDVR verursacht, ist die Möglichkeit einer friedlichen Nutzung der Atomenergie für Nordkorea. Am Sonnabend erklärte der USA-Delegationschef Christopher Hill, die USA bestreiten nicht das Recht Nordkoreas auf friedliche Atomprogramme, sie würden aber die Realisierung dieses Rechts bestreiten.

    Im Falle einer Einigung zwischen den Seiten würde die KDVR auf ihre Nuklearprogramme verzichten, während die fünf anderen Teilnehmer des Prozesses - die USA, China, Russland, Japan und Südkorea - diesem Land Sicherheitsgarantien und Wirtschaftshilfe gewähren sowie die Beziehungen zu diesem Land normalisieren würden. Die wichtigste Differenz in den Positionen der USA und Nordkoreas besteht in der Gleichzeitigkeit der zu unternehmenden Schritte. Washington bekundet seine Bereitschaft, Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Unterstützung zu gewähren, erst nachdem Nordkorea sein Nuklearprogramm demontiert hat.

    Am Montag erklärte Valeri Jermolow, Russland wäre neben anderen Teilnehmern des sechsseitigen Prozesses bereit, an den Kompensationsprogrammen für Nordkorea teilzunehmen. Nach seinen Worten könnte Russland im Rahmen des gesamten Pakets der Unterstützung Nordkoreas Strom und Gas aus dem russischen Fernen Osten liefern sowie an der Rekonstruktion von zwei Wärmekraftwerken teilnehmen, die Nordkorea unter sowjetischer Beteiligung gebaut hat.