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    Putin und Halonen erörtern die Beziehungen Russland-EU und die Zusammenarbeit im Rahmen der "nördlichen Dimension"

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    MOSKAU, 1. August (RIA Nowosti). Die Präsidenten Russlands und Finnlands, Wladimir Putin und Tarja Halonen, werden ihre Gespräche in Finnland dem Ausbau der Beziehungen zwischen Russland und der Europäischen Union sowie der Zusammenarbeit im Rahmen der "nördlichen Dimension" widmen.

    Wie eine Quelle im Kreml der RIA Nowosti bekannt gab, erörtern die beiden Staatschefs diese Themen unter dem Gesichtspunkt der Beschlüsse, die der Moskauer Gipfel Russland - EU im Mai verabschiedet hat. Dabei steht die Realisierung des Zeitplans für die Schaffung der vier gemeinsamen Räume im Mittelpunkt.

    Der Beschluss über die Schaffung dieser Räume - in der Wirtschaft, auf dem Gebiet der Freiheiten, der Sicherheit und der Rechtsprechung, im Bereich der äußeren Sicherheit und schließlich in der Sphäre von wissenschaftlicher Forschung, Bildung und Kultur - wurde im Mai 2003 auf dem Gipfel Russland - Europäische Union in Sankt Petersburg verabschiedet. Der Gipfel am 10. Mai in Moskau billigte dann die jeweiligen Zeitpläne für die Räume. Gegenwärtig wird an ihrer Realisierung gearbeitet.

    Finnland unterbreitete im September 1997 die Initiative für die Realisierung einer "nördlichen Dimension" im Rahmen der EU-Programme. Ihr Wesen besteht darin, die Entwicklung im Süden und Norden Europas unter Nutzung der gewaltigen Naturressourcen Russlands in den nördlichen Gebieten auszubalancieren. Im Juli 1999 verlieh die Europäische Union der Konzeption den Status einer offiziellen Strategie.

    Moskau sieht das Hauptziel der Dimension "in der Überwindung noch bestehender und der Vorbeugung des Entstehens neuer Trennungslinien im Norden".

    Wie die Quelle in der Kremlverwaltung hervorhob, geht Russland davon aus, dass die Kooperation auf der Grundlage der "nördlichen Dimension" auf den Prinzipien der Gleichberechtigung sowie der gemeinsamen Entwicklung einer Strategie und adäquaten Projekten begründet sein muss.

    Die "nördlichen Dimension" der Außen- und Grenzpolitik der Europäischen Union erfasst die Region der Ostsee, die Arktis und den Nordwesten Russlands. Die Initiative zielt auf die Lösung konkreter Regionalprobleme in diesen Gebieten sowie auf die Festigung der Zusammenarbeit zwischen Russland und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ab.

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