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    Wladimir Putin: Übergriff auf russische Diplomatenkinder in Warschau ist ein Verbrechen

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    MOSKAU, 01. August (RIA Nowosti). Der Präsident von Russland, Wladimir Putin, bezeichnete den Übergriff auf russische Diplomatenkinder in Warschau als ein Verbrechen und wies seine Kanzlei an, mit den polnischen Kollegen in Kontakt zu treten. Unbekannte hatten in den Abendstunden des 31. Juli drei russische Diplomatenkinder im Alter von 15 - 16 Jahren grausam mit Schlägen traktiert. Der Staatschef wies den Leiter der Kreml-Administration am Montag in einer Beratung an, mit seinen Kollegen Kontakt aufzunehmen und in Erfahrung zu bringen, was die polnischen Behörden zu unternehmen gedenken, „um auf diesen unfreundlichen Akt, der nicht anders als ein Verbrechen qualifiziert werden kann, adäquat zu reagieren.“ Heute wurde bereits der polnische Botschafter in das russische Außenministerium bestellt, teilte das Außenamt mit.

    Die russische Botschaft in Warschau übermittelte unterdessen eine Protestnote an das Außenministerium Polens.

    Bei dem Überfall erlitten die Jugendlichen, die sich gegenwärtig unter ärztlicher Aufsicht befinden, zahlreiche Körperverletzungen. An der definitiven Diagnose wird noch gearbeitet. Den Jugendlichen waren Handys und Taschengeld entwendet worden.

    Die russische Botschaft in Warschau verwies das polnische Außenministeriums darauf, dass „eine Situation, bei der die Gesundheit russischer Staatsbürger ernsthaft bedroht wird, unannehmbar ist und nicht geduldet werden kann.“

    Die Botschaft wandte sich „mit der eindringlichen Bitte“ an das polnische Außenministerium, „alles Notwendige für die Gewährleistung der Sicherheit der Mitarbeiter der diplomatischen und konsularischen Vertretungen Russlands sowie ihrer Familienangehörigen auf dem Territorium der Republik Polen zu unternehmen.“