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    Usbekistan betrachtet „Evakuierung der Flüchtlinge“ als Einmischung von Außen

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    TASCHKENT, 01. August (RIA Nowosti). Das Außenministerium Usbekistans betrachtet die „Evakuierung der Flüchtlinge“ als eine unzulässige und grobe Einmischung äußerer Kräfte, die versuchen, die Karte der so genannten usbekischen Flüchtlinge auszuspielen.

    „Am 28. - 29. Juli evakuierten die UNO-Strukturen in Kirgisien unter Verletzung aller Verfahrensweisen und Normen des Völkerrechts und der Beschlüsse der UNO in einer so genannten humanitären Überführung von etwa 440 Bürgern Usbekistans vom Territorium Kirgisiens“, heißt es in einer Erklärung des usbekischen Außenministeriums.

    „Die gesamten Vorbereitungsarbeiten und die Aktion zur Evakuierung selbst verliefen in einer Atmosphäre absoluter Geheimhaltung. Vertreter der Öffentlichkeit und der Massenmedien wurden dabei nicht zugelassen“, heißt es in der Erklärung weiter.

    Usbekistan sieht keinerlei Anlass für eine derartige Aktion, da die Zahl der nach Kirgisien übergewechselten Bürger Usbekistans keine Bedrohung für die Sicherheit in den kirgisischen Grenzgebieten und für Usbekistan darstellte.

    In der Periode seit dem 13. Mai nahm ihre Zahl „nicht nur nicht zu, sondern ging auf einige Dutzend Personen zurück, nachdem die Übrigen nach Andischan und den umliegenden Gebieten zurückgekehrt waren“, wird in der Erklärung des Außenministeriums festgestellt.

    „Von Seiten der Behörden Usbekistans wurde diesen Personen nichts zur Last gelegt, und sie waren auch keinen Verfolgungen und Pressionen ausgesetzt“, heißt es in dem Dokument.

    „Die usbekischen Behörden führten und führen mit Kirgisien Verhandlungen über die Auslieferung der 29 Personen, denen aus der Zeit vor den Vorgängen und während der Zwischenfälle in Andischan Schwer- und Schwerstverbrechen vorgeworfen werden“, stellt das Außenministerium Usbekistans fest.

    439 usbekische Flüchtlinge waren am 29. Juli von Rumänien aufgenommen worden. Dort werden sie sich für sechs Monate aufhalten, wonach sie in Drittländer übersiedeln.

    Am 13. Mai 2005 wurden in der viertgrößten Stadt Usbekistans das Gefängnis und einige Verwaltungsgebäude mit Gewalt gestürmt. Später trafen Truppen in der Stadt ein und befreiten die eroberten Gebäude im Sturm. Nach offiziellen Angaben der usbekischen Behörden kamen bei der Unterdrückung der Tumulte 176 Personen ums Leben und 295 wurden verletzt. Die Vorfälle provozierten einen Strom von Flüchtlingen aus Usbekistan ins benachbarte Kirgisien.

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