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    Sprecher des Zivilschutzministeriums: Kein Kernreaktor in dem in Brand geratenen Atom-U-Boot

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    MOSKAU/ST. PETERSBURG, 01. August (RIA Nowosti). Im Föderalen staatlichen unitären Unternehmen “Swjosdotschka” in Sewerodwinsk ist am Montag während der Verschrottung eines Atom-U-Bootes ein Brand entstanden.

    „Das Feuer brach gegen 8.40 Uhr aus, als der Rumpf des zu verschrottenden U-Bootes zerlegt wurde. Als Folge kam eine Person ums Leben. Eine weitere wurde verletzt“, sagte ein Mitarbeiter des Zivilschutzministeriums Russlands.

    „In dem zu verschrottenden Atom-U-Boot hat es keinen Kernreaktor mehr gegeben“, betonte der Mitarbeiter des Pressedienstes.

    Laut dem Chefingenieur des Werkes „Swjosdotschka“, Oleg Frolow, „war es bei Schweißarbeiten zu einer umfassenden Selbstentzündung in einer Schiffssektion gekommen“.

    Wie Frolow weiter ausführte, „lautet die vorläufige Version auf eine spontane Entzündung von verdunstetem Dielseltreibstoff“.

    Der Zwischenfall ereignete sich während der Verschrottungsarbeiten in der dritten Sektion des Atom-U-Bootes vom Typ 671 RTM „Schtschuka“ („Viktor III“ nach der Nato-Klassifikation).

    „In diesem Jahr sollen in dem Werk acht solche Atom-U-Boote verschrottet werden. Der Zeitplan für das nächste Jahr wird jetzt aufgestellt. Es sind bereits zwei Atom-U-Boote verschrottet worden“, informierte Frolow.

    Er hob besonders hervor, dass bei den Verschrottungsarbeiten „faktisch keine solchen Vorfälle in Schiffen dieser Klasse registriert worden sind“.

    Laut dem Chefingenieur werden spezielle Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit organisiert.

    „In diesem Fall war ein Schweißer im Einsatz. Ein weiterer sorgte für die Brandsicherheit der Arbeiten: Er kontrollierte die Situation mit Feuerlöscher und Löschschlauch“, so der Chefingenieur.

    Das U-Boot, in dem es zu dem Brand gekommen sei, gehöre nicht zur Seekriegsflotte Russlands, teilte der Berater des Oberbefehlshabers der Seekriegsflotte Russlands und Chef des Pressedienstes der Flotte, Kapitän zur See Igor Dygalo, mit.

    „Im Juli 2000 wurde das U-Boot auf Anordnung des Hauptstabes der Seekriegsflotte aus dem Kampfbestand der Flotte ausgemustert. Im vergangenen Jahr wurde es dem Ministerium für Atomenergie übergeben, das es wiederum dem Föderalen staatlichen unitären Unternehmen ‚Swjosdotschka’ zur Verschrottung übergab“, sagte Dygalo.

    Zu dem Brand im Werk „Swjosdotschka“ in Sewerodwinsk wurde eine Untersuchung eingeleitet.

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