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    Finnland berücksichtigt Russlands Meinung in Fragen der Zusammenarbeit mit EU

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    HELSINKI, 2. August (RIA Nowosti). Finnland will Russlands Position zu Fragen der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union kennen lernen und diese bei seinem EU-Vorsitz im 2. Halbjahr 2006 berücksichtigen. Das erklärte Jarmo Viinanen, Chef der Präsidentenkanzlei Finnlands, im Vorfeld des am Montag begonnenen Finnland-Besuchs von Russlands Präsident Wladimir Putin zu Journalisten.

    Seinen Worten nach sind für Finnland im Rahmen der Beziehungen Russlands mit der EU die Momente besonders wichtig, die das Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU, das am 1. Dezember 2007 abläuft, und die Strategie der Nordischen Dimension betreffen, deren 2. Realisierungsetappe ebenfalls 2007 zu Ende geht.

    "Für Finnland ist die Entwicklung eines aktiven Dialogs mit Russland überaus wichtig, um Russlands Position bei der Erörterung der Zukunft des Partnerschaftsabkommens und der Nordischen Dimension während des EU-Vorsitzes Finnlands in der 2. Hälfte 2006 zu berücksichtigen und im Einvernehmen mit diesem Land zu handeln", erklärte der Chef der finnischen Präsidentenkanzlei.

    Auf der Tagesordnung der Verhandlungen stehen auch Fragen des Kampfes gegen den Terrorismus und des Zusammenwirkens im Rahmen der UNO und des Europarates.

    Auf die wirtschaftliche Problematik eingehend, betonte Viinanen, dass sich Russland in nächster Zukunft in den größten Handelspartner Finnlands verwandeln werde. Die Staatschefs würden Wirtschaftsperspektiven erörtern, die sich beiden Ländern sowohl im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit als auch im Rahmen der Zusammenarbeit Russlands mit der EU bieten.

    Die russisch-finnische Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft ist gegenseitig vorteilhaft. Der Umfang des bilateralen Handels belief sich 2003 auf 12,03 Milliarden Dollar (laut finnischen Angaben auf 9,67 Milliarden Euro).

    Im 1. Quartal 2005 stieg der Umfang des russisch-finnischen Warenumsatzes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres wertmäßig um 31 Prozent auf 3,44 Milliarden Dollar.

    Außerdem sollen die Zusammenarbeit im HiTech-Bereich, beim Umweltschutz in der Ostseeregion, im Verkehrswesen und in der Holzwirtschaft wie auch eine Optimierung der Grenzkontrolle in den Verhandlungen diskutiert werden.

    Der jetzige Finnland-Besuch Wladimir Putins ist der zweite in seiner Eigenschaft als Russlands Präsident. Der erste fand 2001 statt.

    Im Zusammenhang mit dem Besuch Putins wurde im Rathaus von Turku eine Fotoausstellung der Agentur RIA Nowosti "Russlands Gesichter" eröffnet.

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