19:02 29 März 2017
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    Experte: Russlands WTO-Beitritt vorausbestimmt

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    MOSKAU, 2. August (RIA Nowosti). Ein Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation WTO ist vorausbestimmt. Diese Meinung äußerte Alexander Chandrujew, Vizepräsident der Vereinigung der regionalen Banken Russlands, am Dienstag in der Tageszeitung "Trud".

    "Dank dem löchrigen Zoll" habe der Grauimport den russischen Markt überschwemmt, Russland lebe de facto seit langem unter den Bedingungen offener Grenzen, meinte der angesehene Bankier. Gerade damit begründet er die Unvermeidlichkeit eines WTO-Beitritts Russlands. Bei den Verhandlungen "sollten nur noch einige Streitfragen beseitigt werden".

    "Wir haben die Situation analysiert und festgestellt, dass Russland genug Wege hat, um seine Produzenten zu unterstützen", führte er weiter aus. "Es fehlt nur das Wichtigste: Geld und politischer Wille." Wir fordern, zehn bis 12 Milliarden Dollar für Agrarsubventionen für uns zu reservieren, dabei können wir nicht mehr als eine bzw. 1,5 Milliarden Dollar geben", so der Experte. "In Wirklichkeit enthalten die WTO-Regeln Punkte, die die Möglichkeit bieten, eine Branche mit Hilfe diverser Zielprogramme zu unterstützen."

    Im Finanzsektor weigert sich der Staat hartnäckig, Filialen ausländischer Banken eröffnen zu lassen. Dabei gibt es in Russland 36 Banken mit einem 100prozentigen ausländischen Kapital, stellte Chandrujew fest.

    "Während die Behörden zum Thema ‚WTO-Beitritt - ja oder nein' diskutieren, folgen die russischen Produzenten seit langem der WTO-Disziplin und arbeiten mit Partnern zusammen, deren Anforderungen sie sich fügen", betonte er. "Dabei bekommen wir aber keine legitimen Rechte und dementsprechend auch keine Präferenzen."

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