20:49 26 Juli 2017
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    Justiz ermittelt wegen Brand mit Todesfolge auf ausgemustertem Atom-U-Boot

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    SANKT PETERSBURG, 02. August (RIA Nowosti). In der Satellitenstadt Sewerodwinsk vor den Toren von Archangelsk an der Küste des Weißen Meeres ermittelt eine Sonderkommission die Ursachen des Brandes im Demontagebetrieb Swjosdotschka, bei dem gestern zwei Menschen ums Leben kamen.

    Wie die Staatsanwaltschaft des Gebietes Archangelsk bekannt gab, wurde gestern in dem genannten Fall ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

    „Bei der Ausführung von Schweißarbeiten im Werk Swjosdotschka entzündeten sich Dieselgase. Es gab eine kurze Stichflamme, durch die ein Mensch tödlich verletzt wurde. Eine weitere Person verstarb kurz darauf an ihren Verbrennungen. Bei den Ermittlungen in dem Fall muss festgestellt werden, ob gegen die Arbeitsschutzbestimmungen oder die Brandschutzbestimmungen verstoßen wurde“, sagte der Justizsprecher.

    Der Vorfall ereignete sich bei der Entsorgung der dritten Kammer eines Atom-U-Bootes des Typs 671 RTM (nach der NATO-Klassifikation Viktor III). Im Juli 2000 war das U-Boot aus dem Bestand der russischen Kriegsmarine ausgemustert worden. Im vergangenen Jahr ging es an das Ministerium für Atomenergie über, welches das Werk Swjosdotschka mit der Entsorgung beauftragte.

    Der Kernreaktor des verschrotteten U-Bootes war zum Zeitpunkt des Brandes bereits ausgebaut. Als vorläufige Brandursache wird die Entzündung von verdunstetem Dieseltreibstoff genannt.

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