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    Tarja Halonen: Beziehungen zwischen Russland und Finnland sind hervorragend

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    TURKU, 02. August (RIA Nowosti). Finnlands Präsidentin Tarja Halonen ist der Auffassung, dass die Beziehungen zwischen Russland und Finnland hervorragend sind. Das erklärte sie am Dienstag in einer Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Verhandlungen mit Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir haben einen überaus großen Kreis von Problemen behandelt“, führte sie weiter aus. „Auf beiden Seiten war die Bereitschaft da, Probleme zu lösen, die zwangsläufig bei einer derart intensiven Zusammenarbeit entstehen.

    „Finnlands Position zum Problem der Visaerleichterung besteht darin, dass zwischen Russland und der EU Rahmenabkommen zu dieser Frage geschlossen werden sollten“, stellte sie fest.

    Sie betonte auch, dass Finnland an einer bilateralen Zusammenarbeit bei der Lösung dieser Frage interessiert ist. Einen Weg dazu sehe sie allerdings eher „in der Vervollkommnung der bestehenden Mechanismen der Visaerteilung“.

    Finnlands Präsidentin betonte ferner, dass sie auf die Möglichkeit hoffe, diese Fragen mit dem russischen Amtskollegen im Herbst in Sankt Petersburg weiter behandeln zu können.

    Bei den Verhandlungen mit Russlands Staatschef ging es nach ihren Worten um die Forstwirtschaft, Hochtechnologien und Innovationen sowie um eine gemeinsame Einrichtung der Grenze.

    Außerdem werde sie in Turku die Möglichkeit haben, dem russischen Präsidenten die moderne finnische Forschung, in erster Linie Biotechnologien, vorzustellen.

    Im Zusammenhang mit dem für das 2. Halbjahr 2006 vorgesehenen EU-Vorsitz Finnlands teilte Halonen mit, dass die Fragen der Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU und Strategien der Nordischen Dimension für ihr Land vordergründig sein würden.

    Sie dankte Russland für die Zusammenarbeit und Unterstützung bei der Entwicklung der Strategie der Nordischen Dimension.

    Im September 1997 hatte Finnland das Programm „Nordische Dimension“ im Rahmen der EU initiiert. Sein Wesen besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen dem Süden und dem Norden Europas herzustellen, wozu die kolossalen Naturressourcen des russischen Nordens gebraucht werden sollten. Im Juni 1999 erhielt diese Konzeption den Status einer offiziellen EU-Strategie.