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    Russische „Blauhelme“ möglicherweise bei Einsätzen unter UNO-Ägide dabei

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    MOSKAU, 03. August (RIA Nowosti). Der russische Verteidigungsminister, Sergej Iwanow, schließt nicht aus, dass ein Teil der Kräfte der 15. Brigade für Friedensmissionen, die in Samara im Wolgagebiet stationiert ist, künftig bei UNO-Operationen zum Einsatz kommt.

    „Diese Brigade schaffen wir in erster Linie für unsere eigenen Bedürfnisse, damit unsere Berufssoldaten im Rahmen der GUS-Staaten operieren können. Das heißt aber nicht, dass ein Teil der Brigade künftig nicht auch bei gemeinsamen Friedensmissionen in anderen Regionen der Welt und unter UNO-Schirmherrschaft zum Einsatz kommen könnte“, sagte der Minister am Mittwoch nach einem Gespräch mit seinem belgischen Amtskollegen, Andre Flahaut, vor Journalisten.

    Dem russischen Minister zufolge ist ein derartiger Einsatz der russischen Friedenskräfte bei UNO-Operationen möglich, wenn sich die UNO mit einer entsprechenden Bitte an Russland wendet und es ein spezielles Mandat für eine Friedensmission in einer beliebigen Region der Welt außerhalb der Grenzen der GUS-Staaten gibt. „Das kann nicht ausgeschlossen werden“, sagte Sergej Iwanow.

    Er äußerte weiter, dass die in Samara stationierte 15. Brigade schon jetzt in drei Regionen im Raum der GUS-Staaten operiere.

    Auf die Perspektiven gemeinsamer Friedensmissionen speziell mit Belgien eingehend, teilte Sergej Iwanow mit, dass beide Länder schon entsprechende Erfahrungen gesammelt haben. Er präzisierte, dass russische und belgische Friedenskräfte auf dem Balkan im Einsatz waren.

    Der belgische Verteidigungsminister sprach sich seinerseits für den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit mit Russland aus, wobei er unterstrich, dass der Erfolg eines jeden beliebigen Unterfangens vor allem immer auf einer bilateralen Zusammenarbeit beruht.

    „Belgien bildet Friedenskräfte für Missionen zur Aufrechterhaltung des Friedens in Kongo (früher Zaire) aus. Russland bereitet ebenfalls derartige Einsätze vor. Ich bin jetzt nach Russland gekommen, um zu schauen, wie das in der Praxis aussieht. Wenn es Anknüpfungspunkte gibt, sollten wir auch zusammenarbeiten“, sagte Flahaut.

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