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    Mahmud Ahmadi-Nejad im Amt des Präsidenten bestätigt

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    TEHERAN, 03. August (RIA Nowosti). Mahmud Ahmadi-Nejad wurde im Amt des Präsidenten Irans bestätigt. Die offizielle Zeremonie wurde entsprechend den Landestraditionen mit der Lesung einer Sure aus dem Koran in einer der zentralen Moscheen eingeleitet.

    Gemäß Artikel 110 der Verfassung Irans bestätigte der geistige Führer und Staatsoberhaupt, Ayatollah Ali Khamenei, den Erlass über die Anerkennung Mahmud Ahmadi-Nejads als Präsidenten des Landes.

    Bei der Zeremonie waren Khamenei, die Oberhäupter der Jurisdiktion und der Legislative sowie hochgestellte offizielle Repräsentanten der Islamischen Republik Iran und ausländische Gäste anwesend.

    Damit kann der 3. August 2005 als erster Arbeitstag Mahmud Ahmadi-Nejads im Amt des Oberhauptes der Legislative Irans angesehen werden. Die Amtszeit des Präsidenten währt in Iran vier Jahre.

    Gestern hatte Mohammed Chatami die Amtsvollmachten als Präsident Irans niedergelegt. Es wird erwartet, dass der neu gewählte Präsident am Sonnabend den offiziell Amtseid ablegt.

    Mahmud Ahmadi-Nejad wurde 1956 in der Stadt Garmsar in der nordiranischen Provinz Semnan geboren. Er absolvierte die Teheraner Universität für Wissenschaften und Industrie in der Fachrichtung Stadtentwicklung und arbeitete vorübergehend als Journalist einer Teheraner Zeitung. Mahmud Ahmadi-Nejad hat auf dem Gebiet des Transportwesens und des Straßenverkehrs habilitiert.

    Während des iranisch-irakischen Krieges in den Jahren 1980 - 1988 diente er bei den Spezialeinheiten der islamischen Revolutionswächter. Bis zu seiner Ernennung zum Bürgermeister von Teheran Anfang 2004 war er als Gouverneur der Städte Maku und Choi sowie als Generalgouverneur der Provinz Ardabil tätig.

    Vor den Präsidentenwahlen betätigte sich Mahmud Ahmadi-Nejad politisch fast gar nicht. Unerwartet für alle errang er mit 19,5 Prozent der Simmen im ersten Wahlgang den zweiten Platz hinter dem Vorsitzenden des Schlichtungsrates, Ali Akbar Hashemi Rafsanjani (21 Prozent der Wählerstimmen), und damit einen ersten Zwischenerfolg.

    Den Erklärungen Mahmud Ahmadi-Nejads zufolge wird die künftige Außenpolitik des Landes auf der Grundlage der Wahrung der nationalen Interessen Irans und der Festigung der Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten und den Ländern der Region beruhen, die der Islamischen Republik gegenüber nicht feindlich gesonnen sind.

    Mahmud Ahmadi-Nejad ist gewillt, unablässig den außenpolitischen Kurs zu verfolgen, den der geistige Führer des Landes bestimmt.

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