19:14 20 August 2017
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    Iran will im Rahmen der Verhandlungen mit der EU eine Wiederaufnahme der Urananreicherung

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    TEHERAN, 4. August (RIA Nowosti). Der Sekretär des Obersten Sicherheitsrates Irans, Hasan Ruhani, erklärte, die Islamische Republik sei im Rahmen der Verhandlungen mit der Europäischen Union an der Wiederaufnahme der Urananreicherung interessiert.

    Wie die Pressestelle des iranischen Sicherheitsrates am Donnerstag der RIA Nowosti mitteilte, sandte Ruhani der europäischen Troika aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland eine Botschaft, in der er das Interesse an einer Fortsetzung der Verhandlungen mit der Europäischen Union über die Wiederaufnahme der Urananreicherung unterstrich.

    Ruhani bezeichnete Drohungen seitens der Europäischen Union gegenüber Iran als unzumutbar, insbesondere die Drohung, eine außerordentliche Tagung des Verwaltungsrates der IAEA einzuberufen, wenn Teheran die Arbeiten im Kernforschungszentrum Isfahan wieder aufnimmt. Er stellte fest, dass "derartige Handlungen den in Paris und Genf erzielten Abmachungen widersprechen".

    Teheran hatte die Bereitschaft angekündigt, die Arbeiten zur Verarbeitung von uranhaltigen Erzen in Uran im Kernforschungszentrum Isfahan wieder aufzunehmen. Der IAEA war diese Absicht offiziell kundgetan worden. Die Europäische Union bewertete diesen Schritt als Ausstieg Irans aus dem Moratorium in Bezug auf die Urananreicherung und drohte die Einstellung der Verhandlungen mit der Islamischen Republik sowie die Einberufung einer außerordentlichen Tagung des Verwaltungsrates der IAEA zur Initiierung der Behandlung des iranischen Atom-Dossiers im UN-Sicherheitsrat an, falls Iran diese Arbeiten wieder aufnimmt.

    Die iranischen Behörden sehen in der Wiederaufnahme der Arbeiten in Isfahan keinen Verstoß gegen das Moratorium, weil die Urananreicherung faktisch nicht in dem Zentrum erfolgt.

    Beginnend mit dem 1. August hatten iranische Offizielle der unterschiedlichen Ebenen immer wieder ihre Absicht verkündet, die Tätigkeit in Isfahan in den nächsten Stunden oder Tagen wieder aufzunehmen, was seitens der Europäischen Union und der USA auf eine scharfe Ablehnung stieß. Doch in der Tat beginnt die Urananreicherung unter verschiedenen Vorwänden nicht.

    Andererseits schließen örtliche Experte nicht aus, dass Iran zu Methoden einer "extremen Diplomatie" greift, darauf setzend, den Europäern maximale Zugeständnisse abzuringen. Die europäische Troika hatte die Übergabe des Entwurfs mit Vorschlägen für die Lösung des Problems des iranischen Atomprogramms für Sonnabend angekündigt.

    Es ist offensichtlich, dass Iran das europäische Paket von Vorschlägen abwartet, um dann über seine weiteren Schritte zu entscheiden.

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