19:14 20 August 2017
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    Gerichtsvollzieher sorgen für Villenabriss im Moskauer Umland

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    DORF PJATNIZA (Moskauer Umland), 04. August (RIA Nowosti). Heute Morgen begannen Gerichtsvollzieher in Begleitung von Sondereinsatzkräften der Miliz die gerichtliche Verfügung über den Abriss von Villen im Dorf Pjatniza am Ufer des Istra-Stausees im Moskauer Umland zu realisieren.

    Der Abriss der Bauten war gerichtlich verfügt worden, weil sie in einem Wasserschutzgebiet gebaut worden waren, behaupten die Rechtsschutzorgane.

    Ungeachtet der Vorankündigung der Gerichtsvollzieher bleiben die Villenbesitzer bei ihrer Position, dass der Fall zur weiteren Behandlung beim Obersten Gericht eingereicht wurde.

    „Der Vollzug muss ausgesetzt werden. Sie überraschten uns“, erklären die Grundstückseigentümer. „Bis zum 8. August wurde die Vollstreckung der richterlichen Anordnung ausgesetzt“, erklärte eine Frau. Sie fügte hinzu, die Rechtsschutzorgane verletzen das Vollstreckungsgesetz.

    Die Gerichtsvollzieher erklären, dass dem Obersten Gericht keine Unterlagen vorliegen.

    Auf dem Gelände der Villensiedlung, welche durch Absperrbänder umgeben ist, die nicht überschritten werden dürfen, arbeiten etwa 40 Bauarbeiter. Sie haben eine der 13 Villen, die abgerissen werden sollen, schon fast ganz abgetragen. Dort befinden sich auch etwa 60 Bewohner der vom Abriss betroffenen Villen.

    „Bei den Arbeiten kommt keine schwere Technik zum Einsatz, so dass sie einige Tage dauern werden“, teilte die Pressestelle des Föderalen Dienstes der Gerichtsvollzieher mit.

    Den Kampf gegen illegale Bauten in dem Dorf führt das Ministerium für Naturressourcen seit April 2003. Damals wurde ein Vollstreckungsbescheid zum Abriss von 13 Villen ausgestellt. Deren Eigentümer können nicht das verbindliche Umweltgutachten mit der Baugenehmigung vorweisen.

    Die Kosten für den Villenabriss im Dorf werden den Hausbesitzern im dreifachen Umfang auferlegt, teilte der Pressesprecher der Vollstreckungsbehörde mit. Dem Sprecher zufolge kann von einer Entschädigung für die Villenbesitzer keine Rede sein.

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