12:11 28 April 2017
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    15 Bürger Usbekistans immer noch in Untersuchungshaft im kirgisischen Osch

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    MOSKAU, 5. August (RIA Nowosti) Kein Staat hat sich bisher bereit erklärt, 15 Bürger Usbekistans aufzunehmen, die sich derzeit in Untersuchungshaft in der südkirgisischen Stadt Osch befinden.

    Das teilte Asimbek Beknasarow, Generalstaatsanwalt Kirgisiens, am Donnerstag in einem Interview für den Rundfunksender "Assatyk" (Freiheit) mit.

    "Sollte ein entsprechendes Angebot aus dem Ausland kommen, wären die Behörden von Kirgisien bereit, diese Personen unter der Obhut des UNO-Hochkommissars für Flüchtlingsangelegenheiten zur Evakuierung in ein drittes Land zu übergeben, worüber die usbekische Seite informiert wird", fügte er hinzu.

    "Sollte kein Land diese Personen als Flüchtlinge aufnehmen, wird Kirgisien in Übereinstimmung mit den Völkerrechtsnormen diese an Usbekistan ausliefern müssen", fügte er hinzu.

    Wie zuvor berichtet, hatten vier der 15 Bürger Usbekistans, die sich derzeit in Untersuchungshaft befinden, Beglaubigungen als Asylsuchende erhalten. Weiteren vier wurde dieser Status verweigert: Es wurde nachgewiesen, dass sie noch vor den Unruhen im Mai in Andischan aus dem Gefängnis dieser usbekischen Stadt geflüchtet waren.

    Der kirgisische Generalstaatsanwalt betonte, dass die zuvor aus Kirgisien nach Rumänien evakuierten 439 Bürger Usbekistan vorerst nur als "asylsuchende Personen" gelten.

    Nach Angaben der usbekischen Behörden wurden in der Nacht zum 13. Mai und im Laufe des darauffolgenden Tages mehrere Terrorakte und Raubüberfälle begangen, bei denen es Opfer gab. Die Gesamtzahl der Toten belief sich laut den offiziellen Informationen auf 176 Personen. 295 Personen seien verletzt worden. 79 der Toten und 62 der Verletzten waren Terroristen, so das usbekische Innenministerium.

    Laut der Ermittlungsbehörde waren an dem Terrorangriff internationale Terrororganisationen beteiligt: die sogenannte Islamische Bewegung Turkestans (früher Islamische Bewegung Usbekistans) und die internationale Gruppe Hizb u-Tahrir al-Islami (Partei der islamischen Befreiung), vertreten durch den örtlichen Abzweig, die Organisation "Akramijlar".

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