08:15 25 September 2017
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    Russlands Außenamt schließt Kürzung des Korrespondentennetzes von Radio Liberty nicht aus

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    MOSKAU, 05. August (RIA Nowosti). Das Außenministerium Russlands schließt eine Reduzierung des Korrespondentennetzes von Radio Liberty in Russland nicht aus. Das erfuhr RIA Nowosti am Freitag aus Quellen in der Pressestelle des russischen Außenamtes.

    Als "unseriös" bezeichnete der Gesprächspartner die Ausreden der Leitung des US-amerikanischen TV-Senders ABC, denen zufolge das Interview mit dem tschetschenischen Top-Terroristen Bassajew auf Initiative des Radio-Liberty-Korrespondenten Andrej Babizki ausgestrahlt wurde.

    Zugleich machte das Außenministerium darauf aufmerksam, dass Babizki in Russland die Interessen von Radio Liberty vertritt und ein Korrespondent dieses Senders ist.

    "Radio Liberty hatte in den 1990er Jahren Schlupflöcher in der russischen Mediengesetzgebung genutzt und ein weit verzweigtes Netz nebenamtlicher Korrespondenten auf dem Territorium Russlands geschaffen, was nach russischem Mediengesetz verboten ist", betonte das Außenministerium.

    In diesem Zusammenhang schloss der Ministeriumssprecher nicht aus, dass das Außenamt die Tätigkeit des Korrespondentennetzes von Radio Liberty auf dem Territorium Russlands wesentlich einengt.

    "Die Zahl der vom Außenministerium ausgestellten Akkreditierungskarten für Auslandskorrespondenten ist streng begrenzt. Indes arbeitet eine große Zahl nebenamtlicher Reporter von Radio Liberty ohne Akkreditierungskarten.“

    Der Sprecher machte darauf aufmerksam, dass in Russland 20 Korrespondenten von Radio Liberty registriert sind, aber in Wirklichkeit Hunderte Menschen für den Sender arbeiten. Diese Ungereimtheit werde bald beseitigt, sagte er.

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