19:33 20 August 2017
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    Russisches Schiff "Jamal" nimmt an internationalen Blackseafor-Marineübungen teil

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    MOSKAU, 8. August (RIA Nowosti). Das große Landungsschiff "Jamal" der Schwarzmeerflotte Russlands trifft am Montag im rumänischen Hafen Constanza ein.

    Wie der Pressedienst der Schwarzmeerflotte mitteilte, wird die "Jamal" in der nächsten Aktivierungsphase der Schwarzmeer-Marinegruppe für operatives Zusammenwirkens, Blackseafor, Russland vertreten.

    Die Blackseafor-Übungen werden bis Ende August dauern. Daran werden Kampfschiffe Russlands, der Ukraine, der Türkei, Rumäniens, Bulgariens und Georgiens teilnehmen. Vorgesehen sind Besuche in den Häfen Eregly (Türkei) und Varna (Bulgarien).

    In Constanza wird eine feierliche Übergabe des Blackseafor-Kommandos an die rumänische Seite stattfinden. Die Mannschaften der Teilnehmerschiffe werden während des Aufenthalts in der Hafenstadt auch an den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der nationalen rumänischen Marine teilnehmen.

    Die Bildung von Blackseafor war 1998 von Russland und der Türkei initiiert worden. Die Teilnehmer des Verhandlungsprozesses waren auch Bulgarien, Georgien, Rumänien und die Ukraine. Das Abkommen über die Bildung der Blackseafor-Gruppe wurde am 2. April 2001 in Istanbul unterzeichnet.

    Erstmals in der Weltpraxis wurde eine multinationale Marinegruppe für operatives Zusammenwirken mit flexiblen Funktionen gebildet, die bei außerordentlichen Situationen im Schwarzen Meer ausschließlich für friedliche Zwecke eingesetzt werden soll. Gemäß dem Abkommen kann Blackseafor auch im Rahmen von Friedensoperationen der UNO bzw. der OSZE eingesetzt werden.

    Als Aktionsbereich der Gruppe ist das Schwarze Meer gedacht, bei einer Zustimmung aller Teilnehmerstaaten ist aber ein Einsatz außerhalb des Schwarzen Meeres zulässig. Die Gruppe setzt sich aus vier bis sechs Schiffen (je ein Schiff von einem Teilnehmerstaat) zusammen und wird je nach Entstehung konkreter Aufgaben bzw. einmal im Jahr für einen bis anderthalb Monate im Rahmen der planmäßigen Aktivierung zu Übungszwecken versammelt. Ein jeder Teilnehmerstaat bezahlt sein Schiff selbständig. Mit der Gesamtführung wird ein Komitee beauftragt, zu dem die Chefs der nationalen Kriegsmarine (für Russland - der Chef der Schwarzmeerflotte) gehören. Der Vorsitz im Komitee wird jährlich gewechselt.

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