04:05 26 September 2017
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    Weitere Gruppe von IAEA-Experten in Iran eingetroffen

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    TEHERAN, 8. August (RIA Nowosti). Eine weitere Gruppe von Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist jetzt zur Stationierung von Inspektionsausrüstungen in Iran eingetroffen.

    Wie ein Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation mitteilte, sei "die Expertengruppe zur Vorbereitung auf die Entsiegelung von Ausrüstungen im Nuklearzentrum Isfahan eingetroffen".

    Dabei würden "die notwendigen Inspektionsausrüstungen in dem genannten Objekt stationiert", hieß es.

    Eine Woche zuvor hatte Teheran die IAEA über seine Absicht informiert, die Arbeit im Zentrum Isfahan, wo Uranerze zu Uran verarbeitet wurden, wieder aufzunehmen. Der Anlass für diese Entscheidung war die Weigerung der Europäischen Union, ein Paket von Vorschlägen für die Regelung des Problems der iranischen Nuklearprogramme zum ursprünglich vorgesehenen Termin (1. August) vorzulegen.

    Die EU-Troika (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) übergab das Paket ihrer Vorschläge erst am Freitag. Es wurde aber von Teheran abgelehnt, weil das Dokument, wie Irans Außenminister Kamal Kharazi erklärte, das souveräne Recht Irans auf die Arbeit auf dem Gebiet der Urananreicherung und die Herstellung eines vollständigen Nuklearzyklus im Lande ignoriere.

    Die Europäer betrachten die Wiederaufnahme der Arbeit in Nuklearzentrum Isfahan als einen Austritt Irans aus dem freiwilligen Moratorium über die Urananreicherung. Die Iraner teilen diese Bewertung nicht.

    Da sich in Ishafan bereits IAEA-Experten befinden, die durchaus in der Lage wären, die Ausrüstungen zu entsiegeln, könnten die Ankunft einer weiterer IAEA-Expertengruppe und die Absicht, zusätzliche Inspektionsausrüstungen zu stationieren, als ein Streben der IAEA bewertet werden, den Entsiegelungsprozess zu verzögern und zumindest bis zum 10. August Zeit zu gewinnen, um Iran von einer Wiederaufnahme der Arbeit in Isfahan abzubringen. Gerade an diesem Tag soll eine Sondertagung des IAEA-Direktorenrats in Wien auf Initiative der EU-Troika einberufen werden, in der voraussichtlich der Beschluss über die Übergabe des Nukleardossiers an den UN-Sicherheitsrat zur Einleitung antiiranischer Sanktionen angenommen werden könnte.

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