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    Verhandlungen im Fall Ausfuhr von Leichen nach Deutschland auf den 22. August verlegt

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    NOWOSIBIRSK,8. August (RIA Nowosti). Das Gebietsgericht von Nowosibirsk verlegte die Verhandlungen im Fall der Ausfuhr von Leichen nach Deutschland auf den 22. August.

    Wie aus der Gerichtskanzlei verlautete, hängt das damit zusammen, dass die Richterin es nicht schaffte, Einblick in Materialien der Strafsache zu nehmen.

    Am Montag musste das Kassationskollegium mit der Prüfung einer Beschwerde des Leiters des Nowosibirsker Gebietsbüros für gerichtsmedizinisches Gutachten, Wladimir Nowosjolow, der in diesem Fall angeklagt wird, und der Kassationsvorlegung der Staatsanwaltschaft beginnen.

    Die Verteidigung fordert die Aufhebung des am 17. Juni vom Kirowski-Stadtbezirksgerichts von Nowosibirsk über Nowosjolow gefällte Urteil und die Einstellung der strafrechtlichen Verfolgung.

    Auch die anklagende Partei fordert, das früher gefällte Urteil aufzuheben, besteht aber darauf, dass der Fall von anderen Richtern verhandelt wird. Vertreter der Staatsanwaltschaft erachten das gefällte Urteil für zu mild.

    Das Kirowski-Stadtbezirksgericht erkannte am 17. Juni Nowosjolow des Amtsmissbrauchs für schuldig und verurteilte ihn zu einer Strafe in Höhe von 35 000 Rubeln.

    Diesen skandalösen Fall verhandelte das Stadtbezirksgericht von Nowosibirsk zum dritten Mal. Während der zwei vorangegangenen Gerichtsverhandlungen im November 2003 und im Juli 2004 fällten die Richter die Freisprüche.

    Wladimir Nowosjolow war 2001 in ein Ermittlungsverfahren verwickelt. Die Staatsanwaltschaft des Gebiets klagte ihn im Rahmen der Untersuchung des Falls über die Ausfuhr von 51 Leichen nach Deutschland an.

    Wie aus Materialien der Strafsache folgt, war der Deutsche Günther von Hagens, Autor zahlreicher schockierender anatomischer Ausstellungen aus zerstückelten Körpern, ihr Empfänger.