13:36 17 August 2017
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    Stabschef der Marine könnte zum Oberbefehlshaber der russischen Kriegsflotte aufsteigen

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    MOSKAU, 08. August (RIA Nowosti). Die wahrscheinlichste Kandidatur für den Posten des Oberbefehlshabers der russischen Seestreitkräfte ist der gegenwärtige Chef des Hauptstabes der Kriegsmarine Russlands, Wladimir Massorin, ließ eine hochgestellte Quelle im Verteidigungsministerium wissen.

    Ihm zufolge zählt auch der heutige Befehlshaber der Schwarzmeerflotte, Alexander Tatarinow, zu dem Kandidatenkreis.

    Der Oberbefehlshaber der russischen Seestreitkräfte, Wladimir Kurojedow, der seinen 60. Geburtstag bereits begangen hat, sagte schon vor der Affäre mit dem Tauchboot, er wolle in Rente gehen.

    Am 5. September begeht Kurojedow seinen 61. Geburtstag. Seine Dienstzeit hatte der Präsident im vergangenen Jahr verlängert.

    Nach der Havarie des Tauchgeräts befassen sich die russischen Massenmedien wieder mit dem Thema des Rücktritts des Oberbefehlshabers, der sich gegenwärtig im Krankenhaus befindet.

    Die Havarie des Tauchgeräts unweit der Halbinsel Kamtschatka in der Beringsee wurde am 4. August bekannt. Der Apparat mit sieben Mann Besatzung an Bord blieb in einer Tiefe von fast 200 Metern in einem Fischernetz, in Tauen und in Schläuchen hängen. Die Rettungsaktion dauerte fast drei Tage.

    „Ein Großteil der Vorkommnisse in der russischen Flotte hängt mit fehlendem Geld zusammen. Die Schuld dafür einem Einzelnen zu geben, macht keinen Sinn“, sagte die Quelle im Verteidigungsministerium.

    Ihr zufolge wird schon seit der Affäre um das U-Boot Kursk, welches bei einer Übung durch die Explosion eines Torpedos im Schiffsinneren sank und die gesamte Besatzung von 118 Mann mit sich in die Tiefe zog, vom Rücktritt Kurojedows gesprochen.

    „Er übernahm die Flotte, die von Bettelgeldern darbte. Die folgenden Katastrophen waren ein Ergebnis des Niedergangs wegen fehlender Mittel“, sagte die Quelle.

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