19:51 23 April 2017
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    Iran nahm Arbeiten im Nuklearforschungszentrum Isfahan wieder auf

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    TEHERAN, 08. August (RIA Nowosti). Trotz Warnungen der Europäischen Union hat Iran die Arbeiten im Nuklearforschungszentrum Isfahan wieder aufgenommen.

    Die Plomben an der Ausrüstung wurden im Beisein von IAEA-Experten entfernt.

    Teheran hatte vor einer Woche die IAEA über seine Absicht benachrichtigt, die Arbeiten im Nuklearforschungszentrum Isfahan, wo uranhaltige Erze zu Uran verarbeitet worden seien, wieder aufzunehmen. Anlass für diese Entscheidung war laut Teheran die Weigerung der Europäischen Union, zum früher festgesetzten Termin (1. August) ein Paket von Vorschlägen zur Lösung des Problems der iranischen Nuklearprogramme vorzulegen.

    Die „Europäische Troika“ (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) hatte erst am 5. August ihren Dokumententwurf vorgelegt. Dieser wurde von Teheran abgelehnt, weil darin nach Meinung der iranischen Seite die souveränen Rechte der Islamischen Republik auf Arbeiten im Bereich der Urananreicherung und bei der Schaffung des vollständigen Nuklearzyklus im Land ignoriert worden seien.

    Die Europäer betrachten die Wiederaufnahme der Arbeiten im Nuklearforschungszentrum Isfahan als Ausstieg Irans aus dem von ihm selbst verkündeten Moratorium für Urananreicherung. Dem können die Iraner nicht zustimmen.

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