03:01 25 April 2017
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    IAEA-Gouverneursrat prüft Frage der Iran-Nuklearprogramme

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    WIEN, 9. August (RIA Nowosti). Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wird auf seiner Sondersitzung am Dienstag die Frage der Nuklearprogramme Irans und die Erfüllung seiner Verpflichtungen aus den Vereinbarungen mit IAEA prüfen, wurde im IAEA-Sekretariat in Wien mitgeteilt.

    Im Mittelpunkt der Diskussionen wird die Gewährleistung der Nuklearsicherheit und die Erfüllung der Resolutionen des Rates im Lichte der jüngsten Ereignisse in Iran stehen, teilte Melissa Fleming, Sprecherin der Internationalen Atomenergiebehörde, in der österreichischen Hauptstadt mit.

    Im Zusammenhang mit der Wiederaufnahme von Arbeiten im iranischen Nuklearzentrum für Urananreicherung in Isfahan entstanden bestimmte Schwierigkeiten mit der Abfassung einer Resolution zum iranischen "Nukleardossier", fügte ein IAEA-Sprecher hinzu. Denn dadurch gefährdete Iran alle Vorschläge der europäischen "Trojka" - Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die eine Kompromissvariante und einen bestimmten Ausweg aus einer Sackgasse darstellen, in die die langfristigen Verhandlungen zwischen der EU und Teheran geraten sind, erläuterte der Gesprächspartner der Agentur.

    "Eben deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass auf der Tagung des IAEA-Gouverneursrates am Dienstag eine harte Entscheidung über das Schicksal des iranischen Nukleardossiers getroffen wird", betonte er.

    Andere IAEA-Sprecher schließen nicht aus, dass es den westlichen Mitgliedsländern des IAEA-Gouverneursrates nicht gelingen wird, Russland, China und Entwicklungsländer, die im Leitungsgremium dieser Organisation vertreten sind, von der Notwendigkeit zu überzeugen, eine harte antiiranische Resolution anzunehmen.

    Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Gouverneursrat ein weiteres Mal auf eine "strenge Ermahnung" Teherans beschränken wird. Umso mehr, als auch der IAEA-Generaldirektor, Mohamed el Baradei, vorläufig nicht geneigt ist, die Situation zu dramatisieren und vor den UNO-Sicherheitsrat zu bringen.

    Am Vortage erklärte der offizielle Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Reza Assefi, die Islamische Republik habe keine Befürchtungen bezüglich der Sondertagung des IAEA-Gouverneursrates zum Iran-Nukleardossier.

    "Wie wir früher erklärt haben, gibt es keine Rechtsgründe für die Einberufung der Sondertagung des IAEA-Leitungsgremiums. Aber wir haben keine Befürchtungen im Zusammenhang mit ihrer Durchführung", sagte Assefi.