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    "Iswestija": Kontrolle über vereinigte Flugzeugindustrie bleibt beim Staat

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    MOSKAU, 9. August (RIA Nowosti). Das Kontrollaktienpaket der Vereinigten Flugzeugbaugesellschaft OAK wird dem Staat gehören, berichtet die Tageszeitung "Iswestija" am Dienstag.

    Wie Viktor Christenko, Minister für Industrie und Energiewirtschaft Russlands, am Montag erklärte, sei der Entwurf eines Erlasses über die OAK-Gründung bereits vorbereitet worden. Derzeit werde das Dokument abgestimmt.

    Der Entwurf sieht eine Umwandlung der staatlichen Flugzeugbauunternehmen in eine Aktiengesellschaft sowie die Gründung einer Gesellschaft vor, in der Flugzeugbauaktiva des Staates und der Privatwirtschaft zusammengeschlossen werden.

    Die Nachricht darüber soll eine der Hauptnachrichten beim bevorstehenden internationalen Flug- und Raumfahrtsalon MAKS 2005 werden, der vom 16. bis 21. August in Schukowski bei Moskau stattfinden wird. Nach MAKS wird es völlig klar, welche Aufgaben der OAK gestellt werden und welche Stelle darin ausländischen Unternehmen zugedacht ist.

    "Wir rechnen nicht bloß mit einer Kooperation nach dem Schema Besteller-Lieferant", sagte Christenko. "Wir erwarten eine vollberechtigte Zusammenarbeit im Rahmen der Aufteilung des Risikos bei der Entwicklung und Produktion der Luft- und Raumfahrttechnik. Das bedeutet, dass wir Bereiche festlegen werden, wo Russland selbständig agieren wird und wo es Nischen für ausländische Unternehmen geben wird."

    Christenko sprach auch von der staatlichen Unterstützung für die Flugzeugbauindustrie aus dem Stabilisierungsfonds sowie davon, dass ein Teil des Marktes Ausländern übergeben wird.

    Im Rahmen des Salons MAKS 2005 sollen mindestens 20 Verträge im Wert von rund 380 Millionen Dollar angekündigt werden. Hauptsächlich geht es dabei um Lieferungen von Hubschraubern, Sportflugzeugen und Motoren. Ein fliegendes Muster des einheimischen Mittelstreckenflugzeugs der RRJ-Familie, das mit westlichen Erzeugnissen konkurrieren könnte, wird beim nächsten Salon erwartet.

    Bis dahin wird der russische Markt höchstwahrscheinlich für die westliche Flugtechnik geöffnet. Die Gewährung von Krediten für Leasinggesellschaften für den Erwerb dieser Technik ist schon beschlossen, schreibt die Zeitung.

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