13:54 17 August 2017
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    Britische Retter verweisen auf Offenheit bei der Operation zur Rettung des russischen Tauchgerätes

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    LONDON, 09. August (RIA Nowosti). Die britischen Retter verweisen auf das hohe Maß an Offenheit bei den russischen Militärangehörigen und auf ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit während der Rettungsoperation für das Tauchgerät AS-28 “Pris” (autonomes Rettungsboot).

    Der Leiter der Gruppe zur Hilfeleistung für in Not geratene U-Boote des britischen Verteidigungsministeriums, Ian Riches, betonte am Dienstag auf einer Pressekonferenz auf dem Flughafen Prestwick bei Glasgo, dass Russland vollständige und erschöpfende Informationen über den Aufenthaltsort und den Zustand des Tauchgerätes geliefert habe und bei den Briten keinerlei Bitten eingereicht worden seien, irgendwelche Handlungen zu unterlassen.

    Auf dem Flughafen ist am Dienstagmorgen ein Flugzeug vom Typ RAF Boeing C-17 der britischen Royal Air Force gelandet. An Bord befanden sich das Tauchgerät „Scorpio 45“ sowie das Bedienpersonal.

    Riches hob besonders hervor, dass die Russen und die Briten durch keine Sprachbarriere behindert wurden. „Zusammen mit uns war der Marineattaché der Botschaft Großbritanniens, der gut Russisch spricht. Viele russische Militärangehörige und Fachleute sprachen Englisch und gaben uns Ratschläge in unserer Muttersprache“, sagte Riches.

    Bei der Bewertung des Vorfalls mit dem russischen Tauchgerät sagte der britische Spezialist, das sei ein Unfall gewesen, der auf das Zusammentreffen von Umständen zurückzuführen sei. „Im Prinzip hätte so etwas auch den Briten und Amerikanern und jedem U-Boot passieren können“, betonte er.

    Riches fügte hinzu, dass während dieser Operation die Erfahrungen bei der internationalen Zusammenarbeit zur Rettung von U-Boot-Besatzungen in die Tat umgesetzt wurden. „Wir hatten vor buchstäblich zwei Wochen auf einer Konferenz in Brüssel Fragen der Rettung von U-Booten, darunter auch mit unseren russischen Kollegen, erörtert“, erinnerte der Experte.

    Riches bemerkte ferner, dass „es ohne die unschätzbare Hilfe der amerikanischen Seite kaum möglich gewesen wäre, das Endergebnis bei dieser Operation so schnell zu erzielen“.

    Der Zwischenfall mit dem Tauchgerät in der Bucht Berjosowaja in der Beringsee 75 Kilometer südlich von Petropawlowsk-Kamtschatski wurde am 4. August gemeldet.

    Das Tiefseetauchgerät mit sieben Seeleuten an Bord hatte sich in einer Tiefe von fast 200 Metern in einem Fischfangnetz, Trossen und Schläuchen verfangen. Die Rettungsoperation dauerte fast drei Tage.

    Das Tauchgerät tauchte am Sonntag um 16.20 Uhr Ortszeit (03.20 Greenwich-Zeit) auf, nachdem das britische unbemannte „Scorpio“-Tauchgerät alle Fesseln durchschnitten hatte.

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