19:33 20 August 2017
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    Der am humanitären UNO-Programm in Irak beteiligte und der Korruption bezichtigte russische Bürger hat mit dem russischen Außenministerium nichts zu tun

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    MOSKAU, 09. August (RIA Nowosti). Im russischen Außenministerium wurden die Meldungen einiger Massenmedien dementiert, dass der UNO-Mitarbeiter Alexander Jakowlew, dem Missbrauch seiner Position vorgeworfen wird, angeblich im russischen Außenministerium gearbeitet hätte.

    „Alexander Jakowlew ist und war nicht im Außenministerium Russlands tätig“, heißt es in einer Mitteilung des Departements Information und Presse des russischen Außenministeriums bezüglich des neuen Berichtes der unabhängigen Kommission zur Ermittlung möglicher Missbräuche im Rahmen des abgelaufenen humanitären UNO-Programms in Irak „Erdöl gegen Lebensmittel“ und der Beschuldigungen gegen Alexander Jakowlew.

    „Alexander Jakowlew arbeitete ab 1985 im UNO-Sekretariat. Ein ständiger Vertrag wurde mit ihm 1993 geschlossen. Dabei passierte das auf der Grundlage einer Ausschreibung und nicht über das Secondmend-System. Das heißt, ohne den Vorschlag seiner Kandidatur durch die russische Seite“, wurde im russischen Außenministerium betont.

    Am Montag, dem 8. August, veröffentlichte die unabhängige Kommission zur Ermittlung möglicher Missbräuche im Rahmen des Programms „Erdöl gegen Lebensmittel“, die Paul Volcker leitet, einen neuen Zwischenbericht.

    In diesem Dokument wurden Angaben über Missbräuche durch eine Reihe von Mitarbeitern des UNO-Sekretariats angeführt, die in die Tätigkeit und Verwaltung der humanitären UNO-Operation in Irak im Zeitraum von 1996 bis zu 2003 einbezogen worden waren. Das Hauptaugenmerk in dem Bericht gilt Benon Sevan, dem ehemaligen Leiter des Büros des UNO-Programms in Irak, sowie dem russischen Bürger Alexander Jakowlew, einem ehemaligen Mitarbeiter des Aufkaufdienstes des Sekretariats.

    Unter Berücksichtigung von Anfragen der New Yorker Rechtsschutzorgane und in Anbetracht des ernsthaften Charakters der Anschuldigungen entzog die Führung des UNO-Sekretariats Benon Sevan und Alexander Jakowlew die diplomatische Immunität, die sie als internationale Beamte genossen hatten. Danach wurde Alexander Jakowlew in Haft genommen.

    Wie das Generalkonsulat der Russischen Föderation in New York feststellte, wurde Jakowlew, der seine Schuld in allen Punkten der Anklage bekannt hatte, gegen Kaution von 400 000 US-Dollar freigelassen und befindet sich in seinem Haus in einem Vorort von New York.

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